Büro Buenos Aires - Argentinien, Paraguay, Uruguay

Das Büro in Buenos Aires arbeitet mit Akteur*innen der Zivilgesellschaft aus Argentinien, Paraguay, Uruguay zu den Themen sozial-ökologischer Transformation, Demokratie und Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit und Digitalpolitik. 

Obelisk mit Statue vor dem rosafarbenen Regierungsgebäude Casa Rosada, Palmen, Flaggen und bewölkter Himmel.

2024 eröffnete das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Buenos Aires. Seitdem fördert das Büro zusammen mit Partnerorganisationen Debatten und kritische Analysen zu internationaler Politik aus menschenrechtlicher Perspektive. Es knüpft damit an die zuvor vom Büro Santiago de Chile aus gesteuerte Stiftungsarbeit in Argentinien, Uruguay und Paraguay an.

Seit 2024 schrumpfen in Argentinien demokratische Spielräume. Der Staat missachtet Menschenrechte immer mehr und gibt seine Schutzfunktion auf. Präsident Javier Milei und seine Regierung demontieren staatliche Institutionen und auch die argentinische Erinnerungspolitik, die seit der letzten zivil-militärischen Diktatur für Wahrheit und Gerechtigkeit sorgte.  Die Regierung unterdrückt sozialen Protest, höhlt wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (WSK) und auch Umweltrechte aus und attackiert alle, die sich dagegen wehren. Menschenrechtsaktivist*innen, soziale Bewegungen, Umweltschützer*innen, indigene und feministische Organisationen, LGBTQI-Aktivist*innen bis hin zu Journalist*innen und demokratischen Parteien des gesamten Spektrums werden delegitimiert und drangsaliert.

Die Reformen der argentinischen Regierung seit 2024 verringern den Einfluss des Staates und deregulierten Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Umweltschutz. Gleichzeitig genießen Branchen wie der Bergbau, die Öl- und Gasförderung, die Forstwirtschaft und große Infrastrukturprojekte großzügige Subventionen, um mehr Rohstoffe zu exportieren. Die Folgen für Umwelt und Gesellschaft blendet die Regierung weitgehend aus. Insbesondere der Abbau von Lithium und Kupfer belastet Ökosysteme und Gemeinden in vielen Fällen enorm.

Die Heinrich-Böll-Stiftung und ihr Büro in Buenos Aires setzen sich für einen pluralistischen Dialog und eine Politik ein, die aktiv innovative Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Wirtschaft und sozial gerechtere Gesellschaft gestaltet. Darüber hinaus arbeiten wir daran, Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit zu stärken, demokratische Institutionen zu festigen sowie Menschenrechte zu schützen und durchzusetzen.

Demokratie lebt davon, dass sich die Zivilgesellschaft einmischt und Bürger*innen und politische Entscheidungsträger*innen im Austausch stehen. Die Stiftung vernetzt Akteure in der Region, schlägt Brücken nach Europa und unterstützt Partnerorganisationen bei der Vernetzung und Wissensvermittlung.

Das Büro setzt sich außerdem für digitale Rechte ein, unterstützt den Schutz von Journalist*innen und unabhängigen Medien und verteidigt die Meinungsfreiheit. Das Ziel: durch digitale Technologien die Gesellschaft zu demokratisieren. Voraussetzung dafür ist ein selbstverständlicher, transparenter Einsatz der Technologien mit Schutzmechanismen gegen digitale Gefahren und Manipulation.

Eröffnungsjahr:
2024

Leitung:
Michael Álvarez Kalverkamp

Kontakt:
Fundación Heinrich Böll
Lavalle 462
C1047AAJ Cdad. Autónoma de Buenos Aires
Argentinien

E: info@ar.boell.org

W: https://ar.boell.org/es 

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