Öffentlichkeit für Europa

Öffentlichkeit für Europa

Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus. Sie braucht eine Medienlandschaft, die sachkundige, seriöse und vielfältige Informationen öffentlich zugänglich macht. In einer Zeit, in der sich das öffentliche Gespräch vermehrt auf digitalen Plattformen abspielt und durch populistische Stimmungsmache unter Druck steht, lernen Demokrat/innen die "Vierte Gewalt" neu wertzuschätzen. Besonders die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten stehen dabei vor einer großen Aufgabe. Auf dieser Seite begleiten wir die Debatten um Demokratie und ihre Medien.

Aktuelle Beiträge

Aus der Krise geboren: Neue Online-Zeitungen mischen Spaniens Medienlandschaft auf

Hintergrund

Das politische Panorama in Spanien und damit auch die Medienlandschaft haben sich im Zuge der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise nach 2008 radikal verändert. Einige der Neuen spielen in punkto Glaubwürdigkeit, Leserschaft und exklusiven Geschichten mittlerweile in derselben Liga wie die Alten.

Von Thilo Schäfer

Transeuropäische Medien können Europa verbinden

Interview

In einem vom Nationalismus bedrohten Europa könnten transeuropäische Medien ein ambitioniertes Projekt zur Überwindung von Grenzen und Sprachbarrieren bieten. So könnten sich Bürger/innen miteinander verbinden.

Podcast

Publikation

Die Aufgabe öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Zeitalter

Analyse

Um gegen privatwirtschaftliche Plattformen wie YouTube oder Facebook zu bestehen, müssen öffentlich-rechtliche Anbieter in Fragen von Partizipation, Transparenz und Lizenzierung umdenken. Sie müssen sich öffnen - mehr als man es von privaten Medienanbietern fordern kann.

Von Leonhard Dobusch

Europa muss mehr für Medien & Demokratie tun

Hintergrund

Die Europäische Kommission unterstützt restriktive Maßnahmen, um die Verbreitung falscher Nachrichten im Internet zu bekämpfen. Aber unabhängige und kritische Medien werden im Kampf gegen Anfeindungen sich selbst überlassen.

Von Maryia Sadouskaya-Komlach

Die Vierte Gewalt: Demokratie braucht Qualitätsjournalismus

Aufruf

Digitale Kommunikation und populistische Stimmungsmache verändern die Gesellschaft und die Massenmedien. Eine funktionierende Demokratie braucht jedoch Qualitätsjournalismus. Teil 2 unserer Reihe zu Medienwandel und Pressefreiheit in Europa. 

Von Lothar Probst

Wie Regierungen Einfluss auf die Medien nehmen

Hintergrund

Um Einfluss auf die Medien im eigenen Land auszuüben, nutzen Regierungen heute vor allem ökonomische Mittel. Öffentlichkeit und Politik müssen endlich reagieren. Teil 1 unserer Reihe zu Medienwandel und Pressefreiheit in Europa.

Von Krisztián Simon

„Wir möchten mit unseren Leserinnen und Lesern zusammenarbeiten“

Interview

Der Journalismus steckt in einer tiefen Krise. Trotzdem gibt es in Europa alternative Medien, die nicht von Oligarchen oder großen Unternehmen, sondern von ihren Leser/innen finanziert werden. Ein Austausch der Macher/innen von merce.hu (Ungarn), republik.ch (Schweiz), oko.press (Polen) und taz.de.

Von Krisztián Simon

Mitteleuropas Medien werden vereinnahmt

Analyse

Ausländische Investoren verlassen den Markt, und lokale Oligarchen kaufen alles, was ihnen in die Hand gerät. In Mitteleuropa errichten Interessengruppen ein Quasi-Informationsmonopol.

Von Krisztián Simon

Tagung: Öffentlichkeit für Europa 2018

Dokumentation unserer Tagung über Medienwandel, Pressefreiheit und Medienpolitik vom 30.11. bis 1.12.2018 in Potsdam.

Wir erleben einen starken Wandel unserer Medien-Landschaft. Abo-Zahlen und Werbeeinnahmen sinken, TV muss um jüngeres Publikum kämpfen, das Internet revolutioniert die Welt der Nachrichten im Guten wie im Schlechten. Die Pressefreiheit ist unter Druck. Demokratische Gesellschaften brauchen aber eine gute und vertrauenswürdige Medienausstattung. Was stresst die Medien zur Zeit, was sollten wir tun, um sie im Sinn demokratischer Öffentlichkeit zu stärken?

Darüber sprechen im „Forum“ Florian Eder/ Chefredakteur politico.eu, Dorota Glowacka/ Panoptycon Foundation Warschau und der rbb-Vize Christoph Singelnstein, moderiert von Dietmar Ringel. Zum Podcast. 

Journalismus ist ein Kind der Aufklärung, Qualitätsjournalismus bezieht seine Werte aus ihren Prinzipien. Wie kann Journalismus dazu beitragen, in populistischen und reaktionären Zeiten demokratische Öffentlichkeit zu verteidigen? Roger de Weck plädiert leidenschaftlich für eine demokratische Öffentlichkeit.

Mit: Roger de Weck, Publizist, Manager, Generaldirektor a.D. Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SVV SGG (Schweiz)

Wie geht es Rundfunk, Zeitungen und digitalen Medien in Deutschland und Frankreich? Warum stehen unabhängige Medien heute in Polen und insbesondere in Ungarn unter so hohem politischem Druck? Journalist_innen unterstützen sich solidarisch, aber auch die Medienpolitik hat ihre Hausaufgaben zu machen.

Mit: Pierre Haski / Reporter ohne Grenzen Frankreich; Nóra Díoszegy-Horváth/ merce.hu; Agata Szczesniak, okopress Warschau; Tabea Rößner, MdB Bündnis 90/Grüne; Moderation Anne Ulrich/ Heinrich-Böll-Stiftung

Christian Mihr beschreibt die Bedeutung freier Medien und kritisiert Beschränkungen von Pressefreiheit in Europa und darüber hinaus.

Mit: Christian Mihr, Reporter ohne Grenzen Deutschland

Die BBC sieht die Medien in der Pflicht, „Gemeinwohl“ im medialen Bereich zu sichern. Das gilt natürlich insbesondere für die Öffentlich-Rechtlichen, die von uns allen per Beitrag finanziert werden. Wie sollte dieser Auftrag in´s Internet übersetzt werden, wohin sich die mediennutzung verlagert, aber dessen Plattformen größtenteils privatwirtschaftlich-gewinnorientiert funktionieren und im Besitz sehr mächtiger globaler Player sind? Können wir öffentlich-rechtliche Netzplattformen schaffen?

Mit: Dr. Susanne Pfab/ Generalsekretärin der ARD; Prof. Barbara Thomaß/ Medienwissenschaftlerin Ruhr-Uni Bochum; Moderation: Vera Linß, freie Medienjournalistin

ARTE kann als ein Beginn einer öffentlich-rechtlichen europäischen, vielsprachigen Medienplattform verstanden werden. Für alle Redaktionen gilt, dass sie in dem Maß europäisch werden, wie ihnen die Beiträge von Journalist_innen, Filmemacher_innen etc zugearbeitet werden, die sich in den verschiedenen europäischen Ländern vor Ort auskennen. Netzwerke – auch digitale -, Redaktionen und Journalist_innen brauchen eine aktive medienpolitische Unterstützung der Europäischen Kommission – die nicht von nationalstaatlichen Egoismen ausgebremst werden sollte.

Mit: Dr. Markus Nievelstein, ARTE Deutschland Geschäftsführer; Harald Schumann, investigate-europe.eu; Dr. Helga Trüpel MdEP, Die Grünen im Europäischen Parlament; Flavio Grazian, European Citizens Action Service; Moderation: Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung