Medien für die Demokratie

DossierMedien für die Demokratie

Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus. Sie braucht eine Medienlandschaft, die sachkundige, seriöse und vielfältige Informationen öffentlich zugänglich macht. In einer Zeit, in der sich das öffentliche Gespräch vermehrt auf digitalen Plattformen abspielt und durch populistische Stimmungsmache unter Druck steht, lernen Demokrat/innen die "Vierte Gewalt" neu wertzuschätzen. Besonders die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten stehen dabei vor einer großen Aufgabe. Auf dieser Seite begleiten wir die Debatten um Demokratie und ihre Medien.

Aktuelles

Transeuropäische Medien können Europa verbinden

Interview

In einem vom Nationalismus bedrohten Europa könnten transeuropäische Medien ein ambitioniertes Projekt zur Überwindung von Grenzen und Sprachbarrieren bieten. So könnten sich Bürger/innen miteinander verbinden.

Die Aufgabe öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Zeitalter

Analyse

Um gegen privatwirtschaftliche Plattformen wie YouTube oder Facebook zu bestehen, müssen öffentlich-rechtliche Anbieter in Fragen von Partizipation, Transparenz und Lizenzierung umdenken. Sie müssen sich öffnen - mehr als man es von privaten Medienanbietern fordern kann.

Von Leonhard Dobusch

Europa muss mehr für Medien & Demokratie tun

Hintergrund

Die Europäische Kommission unterstützt restriktive Maßnahmen, um die Verbreitung falscher Nachrichten im Internet zu bekämpfen. Aber unabhängige und kritische Medien werden im Kampf gegen Anfeindungen sich selbst überlassen.

Von Maryia Sadouskaya-Komlach

Die Vierte Gewalt: Demokratie braucht Qualitätsjournalismus

Aufruf

Digitale Kommunikation und populistische Stimmungsmache verändern die Gesellschaft und die Massenmedien. Eine funktionierende Demokratie braucht jedoch Qualitätsjournalismus. Teil 2 unserer Reihe zu Medienwandel und Pressefreiheit in Europa. 

Von Lothar Probst

Wie Regierungen Einfluss auf die Medien nehmen

Hintergrund

Um Einfluss auf die Medien im eigenen Land auszuüben, nutzen Regierungen heute vor allem ökonomische Mittel. Öffentlichkeit und Politik müssen endlich reagieren. Teil 1 unserer Reihe zu Medienwandel und Pressefreiheit in Europa.

Von Krisztián Simon

Mitteleuropas Medien werden vereinnahmt

Analyse

Ausländische Investoren verlassen den Markt, und lokale Oligarchen kaufen alles, was ihnen in die Hand gerät. In Mitteleuropa errichten Interessengruppen ein Quasi-Informationsmonopol.

Von Krisztián Simon

Tagung: Öffentlichkeit für Europa 2018

Eine Tagung über Medienwandel, Pressefreiheit und Medienpolitik vom 30.11. bis 1.12.2018 in Potsdam. Folgend die Dokumentation der Tagung in Ton und Bild. 

Wir erleben einen starken Wandel unserer Medien-Landschaft. Abo-Zahlen und Werbeeinnahmen sinken, TV muss um jüngeres Publikum kämpfen, das Internet revolutioniert die Welt der Nachrichten im Guten wie im Schlechten. Die Pressefreiheit ist unter Druck. Demokratische Gesellschaften brauchen aber eine gute und vertrauenswürdige Medienausstattung. Was stresst die Medien zur Zeit, was sollten wir tun, um sie im Sinn demokratischer Öffentlichkeit zu stärken?

Darüber sprechen im „Forum“ Florian Eder/ Chefredakteur politico.eu, Dorota Glowacka/ Panoptycon Foundation Warschau und der rbb-Vize Christoph Singelnstein, moderiert von Dietmar Ringel. Zum Podcast. 

Journalismus ist ein Kind der Aufklärung, Qualitätsjournalismus bezieht seine Werte aus ihren Prinzipien. Wie kann Journalismus dazu beitragen, in populistischen und reaktionären Zeiten demokratische Öffentlichkeit zu verteidigen? Roger de Weck plädiert leidenschaftlich für eine demokratische Öffentlichkeit.

Mit: Roger de Weck, Publizist, Manager, Generaldirektor a.D. Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SVV SGG (Schweiz)

Wie geht es Rundfunk, Zeitungen und digitalen Medien in Deutschland und Frankreich? Warum stehen unabhängige Medien heute in Polen und insbesondere in Ungarn unter so hohem politischem Druck? Journalist_innen unterstützen sich solidarisch, aber auch die Medienpolitik hat ihre Hausaufgaben zu machen.

Mit: Pierre Haski / Reporter ohne Grenzen Frankreich; Nóra Díoszegy-Horváth/ merce.hu; Agata Szczesniak, okopress Warschau; Tabea Rößner, MdB Bündnis 90/Grüne; Moderation Anne Ulrich/ Heinrich-Böll-Stiftung

„Wir möchten mit unseren Leserinnen und Lesern zusammenarbeiten“

Interview

Der Journalismus steckt in einer tiefen Krise. Trotzdem gibt es in Europa alternative Medien, die nicht von Oligarchen oder großen Unternehmen, sondern von ihren Leser/innen finanziert werden. Ein Austausch der Macher/innen von merce.hu (Ungarn), republik.ch (Schweiz), oko.press (Polen) und taz.de.

Von Krisztián Simon

Christian Mihr beschreibt die Bedeutung freier Medien und kritisiert Beschränkungen von Pressefreiheit in Europa und darüber hinaus.

Mit: Christian Mihr, Reporter ohne Grenzen Deutschland

Die BBC sieht die Medien in der Pflicht, „Gemeinwohl“ im medialen Bereich zu sichern. Das gilt natürlich insbesondere für die Öffentlich-Rechtlichen, die von uns allen per Beitrag finanziert werden. Wie sollte dieser Auftrag in´s Internet übersetzt werden, wohin sich die mediennutzung verlagert, aber dessen Plattformen größtenteils privatwirtschaftlich-gewinnorientiert funktionieren und im Besitz sehr mächtiger globaler Player sind? Können wir öffentlich-rechtliche Netzplattformen schaffen?

Mit: Dr. Susanne Pfab/ Generalsekretärin der ARD; Prof. Barbara Thomaß/ Medienwissenschaftlerin Ruhr-Uni Bochum; Moderation: Vera Linß, freie Medienjournalistin

ARTE kann als ein Beginn einer öffentlich-rechtlichen europäischen, vielsprachigen Medienplattform verstanden werden. Für alle Redaktionen gilt, dass sie in dem Maß europäisch werden, wie ihnen die Beiträge von Journalist_innen, Filmemacher_innen etc zugearbeitet werden, die sich in den verschiedenen europäischen Ländern vor Ort auskennen. Netzwerke – auch digitale -, Redaktionen und Journalist_innen brauchen eine aktive medienpolitische Unterstützung der Europäischen Kommission – die nicht von nationalstaatlichen Egoismen ausgebremst werden sollte.

Mit: Dr. Markus Nievelstein, ARTE Deutschland Geschäftsführer; Harald Schumann, investigate-europe.eu; Dr. Helga Trüpel MdEP, Die Grünen im Europäischen Parlament; Flavio Grazian, European Citizens Action Service; Moderation: Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung

Medien im digitalen Wandel

"Facebook diktiert die Spielregeln für journalistisches Arbeiten"

Interview

"Software frisst die Welt, Facebook den Journalismus: Es ist Zeit, dass Journalist/innen sich aus ihrer Abhängigkeit wieder befreien." Wie ändern die Apps, die wir alle nutzen (müssen), unsere Kommunikation? Ein Interview mit Martin Giesler vom socialmediawatchblog.

Von Veronika Jellen

Plädoyer für eine digitale Werteordnung

Debatte

Hate Speech, Filterblasen, Echokammern und Fake News: Niemand wird heute noch leugnen, welche Macht die sozialen Netze auf die politische Auseinandersetzung haben. Nach welchen Regeln und Werten soll diese Netzöffentlichkeit gestaltet sein? Eine Aufforderung zur Debatte.

Von Prof. Dr. Caja Thimm

Die Debatte um öffentlich-rechtliche Medien

Rundfunkräte wozu?

Rundfunkgremien sehen sich immer wieder mit dem Vorwurf der Hinterzimmerpolitik konfrontiert – und das nicht ohne Grund: 2014 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass im Fernsehrat des ZDF die Politik zu stark vertreten sei. Dabei steckt in den Gremien viel Potential.

Von Fritz Wolf

Die AfD und die öffentlich-rechtlichen Medien: „Lassen Sie uns doch mal vernünftig miteinander reden“

Interview

Seit dem Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt läuft die Debatte zu AfD und den Medien. Im Interview spricht Rechtsextremismus-Experte David Begrich über die anfängliche „Dauerrepräsentanz des Ressentiments“, die Sprache der Politiker/innen und Alternativen zur Talkshow.

Öffentlich-rechtliche Medien im (digitalen) Wandel

Dokumentation

Öffentlich-Rechtliche Medien sind Teil der Daseinsvorsorge für eine demokratische Gesellschaft. Wie kann dieser Anspruch heute gesichtert werden? Am 11. Mai 2017 haben wir zur Debatte geladen über die Rahmenbedingungen einer seriösen Berichterstattung für eine demokratische Öffentlichkeit.

Aufbau und Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Welche Qualitätskriterien gelten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Wie wird der Rundfunkbeitrag berechnet und wie sind öffentlich-rechtliche Sendeanstalten aufgebaut? Antworten in unseren Schaubildern. Für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild.

Von Uta Belkius
Kontakt

Podcasts

Seit dem Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt läuft die Debatte zur AfD und den Medien. Im Interview spricht Rechtsextremismus-Experte David Begrich über die anfängliche „Dauerrepräsentanz des Ressentiments“, Alternativen zur Talkshow - und über die Unfähigkeit von Politiker/innen, der AfD eine eigene Sprache entgegenzusetzen.

Werden die Öffentlich-rechtlichen ihre Rolle für eine demokratische Öffentlichkeit behalten? Ellen Schweda hat sich umgehört und trifft die Radiomoderatorin Konstantina Vassiliou-Enz, den Mediensoziologen Dr. Volker Grassmuck und Nathalie Wappler Hagen, Programmdirektorin des MDR.

Der Podcast zur Veranstaltung: Vanessa Löwel war bei der Debatte in der Heinrich-Böll-Stiftung dabei und hat nachgefragt. Wie funktionieren öffentlich-rechtliche Medien? Wie müssen sie sich verändern? Was dürfen sie im Internet?