Öffentlichkeit für Europa

Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus. Sie braucht eine Medienlandschaft, die sachkundige, seriöse und vielfältige Informationen öffentlich zugänglich macht. In einer Zeit, in der sich das öffentliche Gespräch vermehrt auf digitalen Plattformen abspielt und durch populistische Stimmungsmache unter Druck steht, lernen Demokrat/innen die "Vierte Gewalt" neu wertzuschätzen. Besonders die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten stehen dabei vor einer großen Aufgabe. Auf dieser Seite begleiten wir die Debatten um Demokratie und ihre Medien.

Aktuelle Beiträge

Publikationen

Demokratie braucht unabhängige Medien

Die Beiträge dieser Publikation skizzieren konstruktive Ansätze einer europäischen Medienpolitik und bewerten die entsprechenden aktuellen Debatten. Sie werfen zudem einen Blick auf jene Länder Europas, wo die Lage für unabhängige Medien besonders schwierig ist. Darüber hinaus kommen couragierte Medieninitiativen zu Wort, um ihr innovatives Engagement vorzustellen.

Podcast

Tagung: Öffentlichkeit für Europa 2018

Dokumentation unserer Tagung über Medienwandel, Pressefreiheit und Medienpolitik vom 30.11. bis 1.12.2018 in Potsdam.

Wir erleben einen starken Wandel unserer Medien-Landschaft. Abo-Zahlen und Werbeeinnahmen sinken, TV muss um jüngeres Publikum kämpfen, das Internet revolutioniert die Welt der Nachrichten im Guten wie im Schlechten. Die Pressefreiheit ist unter Druck. Demokratische Gesellschaften brauchen aber eine gute und vertrauenswürdige Medienausstattung. Was stresst die Medien zur Zeit, was sollten wir tun, um sie im Sinn demokratischer Öffentlichkeit zu stärken?

Darüber sprechen im „Forum“ Florian Eder/ Chefredakteur politico.eu, Dorota Glowacka/ Panoptycon Foundation Warschau und der rbb-Vize Christoph Singelnstein, moderiert von Dietmar Ringel. Zum Podcast. 

Journalismus ist ein Kind der Aufklärung, Qualitätsjournalismus bezieht seine Werte aus ihren Prinzipien. Wie kann Journalismus dazu beitragen, in populistischen und reaktionären Zeiten demokratische Öffentlichkeit zu verteidigen? Roger de Weck plädiert leidenschaftlich für eine demokratische Öffentlichkeit.

Mit: Roger de Weck, Publizist, Manager, Generaldirektor a.D. Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SVV SGG (Schweiz)

Wie geht es Rundfunk, Zeitungen und digitalen Medien in Deutschland und Frankreich? Warum stehen unabhängige Medien heute in Polen und insbesondere in Ungarn unter so hohem politischem Druck? Journalist_innen unterstützen sich solidarisch, aber auch die Medienpolitik hat ihre Hausaufgaben zu machen.

Mit: Pierre Haski / Reporter ohne Grenzen Frankreich; Nóra Díoszegy-Horváth/ merce.hu; Agata Szczesniak, okopress Warschau; Tabea Rößner, MdB Bündnis 90/Grüne; Moderation Anne Ulrich/ Heinrich-Böll-Stiftung

Christian Mihr beschreibt die Bedeutung freier Medien und kritisiert Beschränkungen von Pressefreiheit in Europa und darüber hinaus.

Mit: Christian Mihr, Reporter ohne Grenzen Deutschland

Die BBC sieht die Medien in der Pflicht, „Gemeinwohl“ im medialen Bereich zu sichern. Das gilt natürlich insbesondere für die Öffentlich-Rechtlichen, die von uns allen per Beitrag finanziert werden. Wie sollte dieser Auftrag in´s Internet übersetzt werden, wohin sich die mediennutzung verlagert, aber dessen Plattformen größtenteils privatwirtschaftlich-gewinnorientiert funktionieren und im Besitz sehr mächtiger globaler Player sind? Können wir öffentlich-rechtliche Netzplattformen schaffen?

Mit: Dr. Susanne Pfab/ Generalsekretärin der ARD; Prof. Barbara Thomaß/ Medienwissenschaftlerin Ruhr-Uni Bochum; Moderation: Vera Linß, freie Medienjournalistin

ARTE kann als ein Beginn einer öffentlich-rechtlichen europäischen, vielsprachigen Medienplattform verstanden werden. Für alle Redaktionen gilt, dass sie in dem Maß europäisch werden, wie ihnen die Beiträge von Journalist_innen, Filmemacher_innen etc zugearbeitet werden, die sich in den verschiedenen europäischen Ländern vor Ort auskennen. Netzwerke – auch digitale -, Redaktionen und Journalist_innen brauchen eine aktive medienpolitische Unterstützung der Europäischen Kommission – die nicht von nationalstaatlichen Egoismen ausgebremst werden sollte.

Mit: Dr. Markus Nievelstein, ARTE Deutschland Geschäftsführer; Harald Schumann, investigate-europe.eu; Dr. Helga Trüpel MdEP, Die Grünen im Europäischen Parlament; Flavio Grazian, European Citizens Action Service; Moderation: Anne Ulrich, Heinrich-Böll-Stiftung