Reiseziele waren Warschau, Krakau und Breslau sowie das Konzentrationslager Auschwitz. Hauptthema bei allen Begegnungen, Gesprächen und Diskussionen mit ProjektpartnerInnen der Heinrich-Böll-Stiftung, mit JournalistInnen, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen von Think Tanks war die Sorge um die Verschlechterung des deutsch-polnischen Verhältnisses. Neben dem geplanten Zentrum gegen Vertreibungen und den Aktivitäten der Preußischen Treuhand sorgten die Äußerungen und die Berliner Veranstaltung von Erika Steinbach rund um den 60. Jahrestag des Warschauer Aufstandes in Polen für enorme Irritationen. Selbst bei unseren polnischen GesprächspartnerInnen, die sich jahrelang für eine Aussöhnung mit Deutschland eingesetzt haben, wurde damit die Befürchtung geweckt, die historische Verantwortung Deutschlands für den zweiten Weltkrieg soll wieder umgeschrieben werden. Sie alle hatten die Bitte und Hoffnung, dass von deutscher Seite die polnische Reaktion verstanden und alle Entschädigungs- und Rückgabeforderungen eindeutig unterbunden werden.