Theater & Netz

Die Konferenz Theater & Netz untersucht und diskutiert seit 2013 jährlich zwischen Theatertreffen und re:publica, wie und in welchem Maße die Digitalisierung die Struktur der bürgerlichen Öffentlichkeit verändert und damit auch die Darstellende Kunst neu formatiert. Veranstaltet wird sie gemeinsam von nachtkritik.de und der Heinrich-Böll-Stiftung. Das Programm gestalten Friedrich Kirschner (HFS Ernst Busch), Christian Rakow (nachtkritik.de), Christian Römer (Heinrich-Böll-Stiftung) und Esther Slevogt (nachtkritik.de).

Vol. 7: Die Innovationsschraube oder Wie kommt das Neue in die Kunst?

Sa, 4. Mai 2019 - Vorträge, Debatten, Workshops - #tn19

Unter der Überschrift Die Innovationsschraube befragte die diesjährige Ausgabe der Konferenz „Theater und Netz“ am 4. Mai 2019 den allgegenwärtigen Innovationsimperativ, der sich weit über die Darstellende Kunst hinaus durch alle gesellschaftlichen Bereiche zieht.

Programm #tn19 (pdf)

Vol. 6: Vom Publikum zur Community

So, 06. Mai 2018 - Gespräche, Workshops und Keynotes - #tn18

Programm #tn18 (pdf)

Unter der Überschrift Vom Publikum zur Community setzte sich die diesjährige Ausgabe der Konferenz mit dem Umwandlungsprozess und dem Partizipationsanspruch des Publikums in der posttraditionalen, netzgeprägten Gesellschaft auseinander.

Theater und Netz Vol. 5 - Behauptungsmaschinen: Fake, Fakten, Fiktionen

Sa., 06. Mai 2017 - #tn17

Programm #tn17 (pdf)

These der Konferenz: Was sich früher als ungeprüfte Behauptung im kommunikativen Tagesgeschäft verflüchtigte, gerät heute in den Sog der Behauptungsmaschinen, wird auf Twitter, Facebook etc. in Nullkommanix zur wahrheitsfähigen Nachricht aufgeblasen. Die neuen Autoritären erklären den klassischen Medien den Krieg und lassen "Alternative Fakten" präsentieren. War es bisher eine Urkompetenz des Theaters, im Modus des "Als-Ob" (und im begrenzbaren Modell der Kunst) alternative Erzählungen und Weltbilder zu organisieren, ist das Spiel mit Fiktion und Illusion inzwischen zur omnipräsenten Kulturtechnik geworden.

Theater und Netz Vol. 4 - [Digitale] Bühnen des Extremismus

So., 08. Mai 2016 - #tn16

Programm #tn16 (pdf)

Wir leben in Zeiten wachsender Extremismen. Die gesellschaftliche Mitte, die lange Träger des Theatersystems war, gerät unter Druck. Von den Rändern her breitet sich ein Klima der Angst und Verunsicherung aus. Ein Entweder- Oder-Rigorismus bedroht die offene Gesellschaft und ihre Toleranzfähigkeit.

Wie beobachten die darstellenden Künste digitale und analoge Bühnen des Extremismus? Welche Rolle kann und soll das Theater in diesem Szenario spielen? Welche politischen und künsterischen Wege gehen seine Akteur/innen?

Theater und Netz, Vol 3 - Technik, Ästhetik, Politik

2. und 3. Mai 2015 - #tn15

Zentrales Thema der diesjährlichen Tagung Theater und Netz war die Übertragung von Netzphänomen in die soziale und politische Gegenwart. Die Vernetzung von Theater und Gesellschaft stand (wieder) zur Debatte.

Programm #tn15 (pdf)

Theater und Netz, Vol. 2 - Politik, Ästhetik und Kritik des Theaters in der Netzgesellschaft

Samstag, 03. Mai 2013 – Sonntag, 09. Mai 2014

In der zweiten Auflage der Konferenz fragten wir nach dem Künstlerbild des digitalen Zeitalters. Wir wollten wissen: Wie wirkt sich die Netzkultur auf Praxis und Produktionsbedingungen des künstlerischen Schaffens am Theater aus? In Open Spaces wurden Künstler/innen und Kulturbeobachter/innen eingeladen, eigene Arbeiten vorzustellen und sich über ihre Theatertheorie und -praxis auszutauschen.

Neben Basisworkshops zu Fragen des Marketings in Social Media wie Facebook und Twitter gab es auch spezifische Angebote zu: Urheberrechtsfragen in digitalen Medien, mobile Technologien wie QR-Codes und Mobile Payment, Mechanismen der digitalen Mundpropaganda

Theater und Netz, Vol.1

Konferenz vom 8. und 9. Mai 2013

Wie verändert sich das Theater durch die digitale Revolution und was kann die Netzgemeinde ihrerseits vom Theater mitnehmen? Unsere Konferenz vom 8. und 9. Mai war ein Angebot an Theaterschaffende und andere Neugierige aus Kulturjournalismus, Netzcommunity und Wissenschaft.

Marina Weisband im Rahmen der Konferenz


Wie verändert sich das Theater durch die digitale Revolution und was kann die Netzgemeinde ihrerseits vom Theater mitnehmen? Unsere Konferenz vom 8. und 9. Mai war ein Angebot an Theaterschaffende und andere Neugierige aus Kulturjournalismus, Netzcommunity und Wissenschaft.

Drei thematische Panels, begleitende Workshops und Open Spaces vollzogen eine längst fällige Bündelung von Fragen nach der Politik, Ästhetik und Kritik des Theaters in der Netzgesellschaft. Die Panels waren hochkarätig mit Künstler/innen und Expert/innen aus Wissenschaft, Theater und Netz besetzt - hier die Aufzeichnungen.

Das Online-Theaterportal nachtkritik.de, die Heinrich-Böll- Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung luden zur gemeinsamen Konferenz «Theater und Netz» ein.

Wir fragten: Wie verändert sich das Theater durch die digitale Revolution und was kann die Netzgemeinde ihrerseits vom Theater mitnehmen?
Die Konferenz ist ein Angebot an Theaterschaffende und andere Neugierige aus Kulturjournalismus, Netzcommunity und Wissenschaft.

Drei thematische Panels, begleitende Workshops und Open Spaces sollten eine längst fällige Bündelung von Fragen nach der Politik, Ästhetik und Kritik des Theaters in der Netzgesellschaft vollziehen.

Unter der Überschrift Die Innovationsschraube befragte die diesjährige Ausgabe der Konferenz „Theater und Netz“ am 4. Mai 2019 den allgegenwärtigen Innovationsimperativ, der sich weit über die Darstellende Kunst hinaus durch alle gesellschaftlichen Bereiche zieht. Eine Fachcommunity aus dreihundert Teilnehmer/innen versammelten sich zur 7. Ausgabe - aus Stadt- und Staatstheatern, der freien Szene, Verlagen, Stiftungen, der Kulturpolitik und dem Journalismus. In 13 Sessions traten 29 Sprecher/innen auf (11 weiblich, 15 männlich und eine Person Non-Binary). Das Kollektiv Komplexbrigade kommentierte das Geschehen live auf der Twitterwall. Das Projektbüro für kulturelle Angelegenheiten im Netz Kulturfritzen (das sind Anne Aschenbrenner & Marc Lippuner) gestaltete traditionell den Bloggerspace.

Am 2. und 3. Mai 2015 hatte die Heinrich-Böll-Stiftung Besuch aus ganz Theaterdeutschland und Europa.
Zentrales Thema: Die Übertragung von Netzphänomen in die soziale und politische Gegenwart. Die Vernetzung von Theater und Gesellschaft stand (wieder) zur Debatte. Daneben wurde in Workshops gemeinsam zu Social Media Updates, Theaterblogs und IT-Recht gearbeitet, praktische Forschungarbeit zum Livestreaming konnte ausprobiert werden.

Im Kurzvortrag präsentierte Tim Renner einen geplanten „Call for ideas“ zur Digitalisierung der Berliner Kulturlandschaft. Dirk Pilz kommentiert für nachtkritik.de diesen „Call for ideas“ und den kulturpolitischen Gedanken dahinter als „Wette darauf, dass die Kunstschaffenden längst zu Kreativitätsindustrieangestellten geworden sind.“ Und konstatiert eine neuartige „neokulturpolitische Totalvereinnahmung“. Kommentator „Holzstedt“ entgegnet, dass der "Call for Ideas" argumentativ einfach nur dort weitermacht, wo der letzte Festivalcall, das letzte Fonds-Daku-Sonderprogramm oder der letzte erfolgreiche Förderantrag aufgehört haben“. Das Ausbleiben eines „Aufschreis“ erkläre sich einfach: der „Call for ideas“ – „inklusive Ruf nach Mehrwert und Modellcharakter – sei überhaupt nichts unerhört Neues".

Für die Blogger Community des Freitag liefert Stefan Bock eine Beschreibung des Gespräches mit Tim Renner und hegt vorsichtige Hoffnungen, dass die Pläne der digitalisierten Kulturlandschaft Berlins auch Wirklichkeit werden können. Was zunächst bliebe, sei „der Spruch von den dicksten Eiern am Theater, was ein auflockernder Tiefschlag in Richtung der alten Patriarchen sein sollte, und zum echten „Renner“ unter den Twitterern des Kongresses wurde“.

Alexander Kohlmann konzentrierte sich in seiner Betrachtung des ersten Tages für Deutschlandradio Fazit auf die "Spielstätten der Zukunft“. „Die Vernetzung des Theaters mit dem Internet steht noch ganz am Anfang, soviel sei Konsens unter den Teilnehmern der dritten Konferenz "Theater und Netz". Wie sehr das Thema an Bedeutung gewinnt, zeigen die Teilnehmerzahlen. Noch nie haben sich trotz Berliner Theatertreffen so viele Menschen für den Stand der Entwicklung interessiert wie in diesem Jahr.“ Über Tim Renners Visionen berichtet Fazit: „Wenn Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner träumt, dann sieht er eine "Digitale Bühne Berlin" vor sich. Eine Bühne, die jeden Abend ein anderes Berliner Haus bespielt. Und eine Bühne, auf der Formate stattfinden, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.“

Und wie das Theater ins Netz kommt, erzählte der Dramatiker, Blogger und Kurator Ulf Schmidt zum Konferenzauftakt dem Kulturradio rbb.

Unter der Überschrift Vom Publikum zur Community setzte sich die diesjährige Ausgabe der Konferenz mit dem Umwandlungsprozess und dem Partizipationsanspruch des Publikums in der posttraditionalen, netzgeprägten Gesellschaft auseinander.

Zweihundertneunzig Teilnehmer/innen versammelten sich zur 6. Ausgabe um die sozialen Herausforderungen in posttraditionalen Vergemeinschaftungen zu diskutieren, sie kamen aus Stadt- und Staatstheatern, der freien Szene, Verlagen, Stiftungen, der Kulturpolitik, eine breite Fachcommunity. In 15 Sessions traten 29 Sprecher/innen auf (12 weiblich, 16 männlich und eine Person Non-Binary).

Den Eröffnungsvortrag von Prof. Ronald Hitzler zur „Posttraditionalen Vergemeinschaftung“ findet ihr hier zum Nachlesen.

Susanne Burkhardt zieht im Deutschlandradio Kultur das Fazit.

Die Videomitschnitte aus Saal 1 sehr ihr hier

Unter #tn18 kann man den traditionell intensiven Twitterfeed nachlesen.

Programm

„Das Theater überlässt das Netz nicht den Populisten, Trollen und Hatern.“ (These 95)

So bespielten die Theaterblogger "die kulturfritzen" ihre Behauptungsmaschine am 6. und 7. Mai 2017.

Weitere Thesen der Kulturfritzen-Maschine waren etwa „VR hat Theater mehr nötig als umgekehrt“ (These 45) oder „Avatare der Schauspieler stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung“ (These 79).

  • Gerd Brendel berichtet für Deutschlandradio Kultur über das Verhältnis dieser verschiedenen Behauptungen in einer digitalen Gesellschaft unter der Überschrift: "Das Theater hat schon immer "Fake News" produziert. Und wie sieht es mit dem Verhältnis von Theater und digitaler Technik aus?
  • Für Deutschlandfunk Corso hat Oliver Kranz Möglichkeiten für zukünftige Entwicklungen entdeckt.
  • Im Blog des Theatertreffens vergleicht Theresa Luisa Gindlstrasser Eindrücke der Konferenz mit der TT - Eröffnungsinszenierung "Drei Schwestern" im Festspielhaus, Valerie Göhring hat einen Konferenzbericht verfasst.
Programm

Twitter

Twitter lief vor, während und nach der Konferenz auf Hochtouren – an beiden Konferenztagen war das Hashtag #tn15 Trending Topic auf Twitter – wie bereits im Jahr zuvor.

 

Was die Blogs sagen

Zum zweiten Mal hatte Sascha Krieger (Stage and Screen) die Theaterbloggerszene gerufen, und wieder kamen viele – zum Austauschen und erstmals auch für eine eigene Session und zum live-bloggen in und über die Konferenz.

 

Video-Mitschnitte

Alle Panels aus dem Saal 1 gibts auf unserem YouTubekanal - Von Prof. Nishant Shah`s Keynote bis zum Gespräch von Amelie Deuflhard und Wilfried Schulz über Theater in Zeiten von Lampedusa und Pegida.

Einzelne Videos im Überblick:

 

Weitere Informationen:

  • „Theater und Netz“ gibt es jetzt sogar als Lehrveranstaltung! Die höheren Weihen Seminarinhalt zu sein verlieh uns die Universität Erlangen, und reiste zum Höhepunkt des Bachelorstudiums direkt nach Berlin!
  • Lesefutter zu „Theater und Netz“ findet man auf www.nachtkritik.de
    „In dieser Sammlung finden Sie eine Auswahl von Texten zu den Diskussionsschwerpunkten der Konferenz "Theater und Netz. Vol. 3" von nachtkritik.de und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung und www.nachtkritik.de

Von digitalen Visionen, Neokulturpolitik und „dicken Eiern"

Rückblick: Theater und Netz - Die Zweite (2014)

Presseschau "Theater und Netz , die zweite" und "Generation Remix"

Die zweite Konferenz Theater und Netz, veranstaltet gemeinsam mit dem Theateronlineportal nachtkritik.de bildete die Brücke zwischen dem Theaterreffen und der re:publica, indem sie den (Theater)Künstler im Digitalen Zeitalter thematisch in den Mittelpunkt rückte. Ein zweiter Schwerpunkt am Samstag: ein ganzer Social Media Workshoptag für die Kommunikationsleiter/innen der deutschsprachigen Theater. Diesmal mit über 100 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.

"Generation Remix" thematisierte am Sonntagabend den Remix-Gedanken, zuerst live mit dem Wiener Remixkabarett maschek., dann mit einer von der Digitalen Gesellschaft komponierten Gesprächsrunde mit anschließender Präsentation des online museums rechtaufremix. Die Heinrich-Böll-Stiftung präsentierte ihren kulturpolitischen Reader zur Lage des Stadttheaters "Brennen ohne Kohle".

Die Twitterline der Konferenz #tn14 schaffte es auf Platz 10 von Trendgermany, war also der zehntmeistgenutzte hashtag am 4. Mai 2014 in Deutschland.

Neben dem direkten usertraffic in und aus der Konferenz berichtete der TT-Blog vor Ort, mit eigener Redaktionssitzung im Bloggers space, einem Kollektivbeitrag und einem lesenswerten Interview mit "Burgtheaterbilleteur" und Aktionskünstler Christian Diaz.

In der Kultursendung "Fazit" berichtet Gerd Brendel für Deutschlandradio Kultur und spricht mit Alexander Kerlin vom Theater Dortmund und mit der Freiburger Intendantin Barbara Mundel. Sven Ricklefs zieht für Bayern 2 Kulturwelt TT-Eröffnungsbilanz mit Besuch und O-Tönen bei "Theater und Netz". Der Kurator des Blogger Space und Macher des stagescreen Blogs, Sascha Krieger zieht ebenfalls Bilanz - und vernetzt und verlinkt netterweise direkt auf die 7 anderen Blogs aus Deutschland und Österreich, die dabei waren.
 

Zum Abschluss traten maschek auf und eine von der digitalen Gesellschaft organisierte illustre Runde aus Dirk von Gehlen (Autor Mash Up), Til Kreutzer (Urheberechtsaktivist und Rechtsanwalt), Carsten Werner (Ex Schwankhallenleiter & grüner Kulturpolitiker), Susanne Regener (Wissenschaftlerin), moderiert von Judith Horchert (Spiegel Online), die vielstimmig auf das Recht auf Remix plädierte. Netzpiloten stellt das Buch "Generation Remix" vor und interviewte dazu vor Ort Till Kreutzer.
 

Mehr zum Gesamtprogramm mit allen Workshops und Diskussionsrunden gibt es auf der Konferenz-Website www.theaterundnetz.de.