Dossier: Tschernobyl - 30 Jahre nach der Katastrophe

Tschernobyl: 30 Jahre nach der Katastrophe

Foto: Michael Kötter. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Am 26. April 1986 explodierte der Atomreaktor in Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke überzog halb Europa. In unserem Dossier zum 30. Jahrestag der Katastrophe fragen wir, wie Belarus und die Ukraine mit diesen Erfahrungen heute umgehen. Wir haben die Erfinderin jener Fahne getroffen, hinter der sich die Anti-Atombewegung versammelt hat. Und wir fragen nach dem Stand der Endlager-Suche in Deutschland.

Das Foto entstand in der Schule des verlassen Orts Pripyat, in der Nähe des Reaktors. Der Fotograf Michael Kötter hat die Gegend in den vergangen Jahren immer wieder besucht.

Aktuelle Beiträge

von

Im November 2016 wird die neue Schutzhülle über den Unglücksreaktor in Tschernobyl geschoben. Es ist nicht die einzige Baustelle, wenn es um die Nuklearsicherheit der Ukraine geht. Europäische Finanzhilfen müssen endlich an ein umfassendes Sicherheitskonzept gebunden werden.

Belarus

Bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden vor allem Gebiete in Belarus verstrahlt. Trotz dieser Erfahrungen hat die Regierung im Jahr 2013 mit dem Bau des ersten belarussischen Atomkraftwerks begonnen. Wie geht die betroffene Bevölkerung von Ostrowez damit um?

Ukraine

von

Dreißig Jahre nach der weltweit größten Atomkatastrophe in Tschernobyl ist die Ukraine noch immer stark von Kernenergie abhängig. Es ist also höchste Zeit für die Ukraine, den Weg des Ausstiegs aus der Atomtechnologie einzuschlagen.

Das Symbol

von

1975 entwarf die damals 21-jährige Aktivistin Anne Lund das "Atomkraft? Nein Danke"-Logo. Im Interview erzählt die Dänin über ihre persönlichen Erfahrungen mit Kernenergie und der Anti-Atomkraft-Bewegung.

Endlager

von

2011 beschlossen Bund und Länder einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager-Standort in Deutschland. Zentral dabei: die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Über die Tätigkeiten und Erwartungen der Arbeitsgruppe spricht Jan-Hendrik Kamlage.

Unser Film zum 25. Jahrestag

Zum 25. Jahrestag der Katastrophe haben wir mit einer Ausstellung, Lesungen und Diskussionen an den GAU und erinnert. Unser Video fasst die Ereignisse und die Folgen des Jahres 1986 zusammen.

Status Report (en)

Zu den Reports

Worldwide, there are currently 62 reactors under construction. If it weren’t for the World Nuclear Industry Status Report, we probably wouldn’t know. The nuclear industry is working hard to have us believe that the world is seeing a nuclear renaissance. The report makes available generally accepted data and provides a vital reality check to the current situation of the global nuclear industry.

Publikation

Schriften zur Ökologie 12: Internationale Experten machen deutlich: Die Atomkraft ist eine teure Technologie und eine massive Bremse für den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zudem wächst mit jedem weiteren Atomkraftwerk das Risiko nuklearer Proliferation – die Welt wird unsicherer.

Einführung

Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts 1990 hat sich die Gestalt Europas stark verändert. Aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die 1957 von sechs Mitgliedstaaten gegründet wurde, ist die Europäische Union mit gegenwärtig 28 Mitgliedern geworden.

Kontakt

Kontakt zu unseren Teams Europa und Nordamerika und zu unseren Auslandsbüros.

Veranstaltungen

Apr 26
Diskussionsveranstaltung mit Daniel Cohn-Bendit, Pascale Hugues, Hélène Kohl und Elise Graton
Berlin
Apr 27
Wie weiter in den komplizierten Beziehungen mit der Türkei?
Berlin
Mai 10
Braucht Afrika einen Marshallplan? Chancen, Risiken und Herausforderungen einer Partnerschaft im Wandel
Berlin
Mai 12Mai 24
Die Plattform Urbaner Kunst aus Osteuropa
Berlin
Mai 20Mai 21
Die Plattform Urbaner Kunst aus Osteuropa
Berlin

Podcast

Was Sie noch interessieren könnte...

Zum 25. Jahrestag der Katastrophe erinnert die Heinrich-Böll-Stiftung mit der Ausstellung „Straße der Enthusiasten“, Lesungen und Diskussionen an den GAU. In einem internationalen Symposium fragen wir, ob eine weltweite Renaissance der Atomkraft tatsächlich Realität wird.

Durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi ist die Atomdebatte wieder aufgeflammt. Unser Dossier liefert internationale Reaktionen, aktuelle Debatten-Beiträge sowie Hintergrundinformationen zur Atomtechnologie an sich.

Am 11. März 2011 ereignete sich im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine der größten nuklearen Katastrophen aller Zeiten. Das Ausmaß der Katastrophe ist so massiv, dass der Unfall auf der höchsten Stufe der Bewertungsskala für nukleare Ereignisse eingeordnet wurde. Ein Blick nach vorn zurück - mit Interviews, Analysen und Videos.

von

Trotz des deutschen Atomausstiegs ist das Abkommen zur Kooperation bei der zivilen Nutzung der Atomenergie zwischen Deutschland und Brasilien bis heute in Kraft. Atomkraftgegner/innen setzen sich für den Ausstieg aus dem Vertrag zum nächstmöglichen Kündigungstermin im November 2014 ein.