Transformatives Wirtschaften

Die Überschreitung planetarischer Grenzen im globalen Maßstab und die wachsende globale Ungleichheit fordert uns auch, wirtschaftliche Konzepte zu überdenken. Neoklassische Konzepte sind auf möglichst rasches Wirtschaftswachstum fixiert, sie blenden Machtgefälle, soziale Ungleichheit, und ökologische Zerstörung zumeist aus. Weltweit gibt es neue wirtschaftwissenschaftliche Ansätze und neue wirtschaftspolitische Konzepte, die eine sozial-ökologischen Transformation befördern.

An diesem Suchprozess beteiligt sich die Heinrich-Böll-Stiftung, in dem wir der neuen Konzepten Raum geben. Dabei legen wir seit vielen Jahren einen besonderen Schwerpunkt auf die Debatte um die Commons.

Ökonomische Alternativen

Seit 2001 finden alljährlich die Entwicklungspolitischen Diskussionstage (EPDT) statt, die eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Seminar für Ländliche Entwicklung der Humboldt Universität zu Berlin (SLE) und der Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) sind.

Die Diskussionstage dienen dem Austausch von Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft mit einem interessierten Fachpublikum zu entwicklungspolitischen Themen. Sie gewähren den Teilnehmer*innen und Gästen einen Einblick in aktuelle entwicklungspolitische Konzepte und Diskussionen der Entwicklungszusammenarbeit. Es geht dabei zum einen darum, die Verantwortung der Akteur*innen aus dem Globalen Nordens für die Umsetzung der Sustainable Develoment Goals zu zeigen.

Zum anderen geht es darum, auch Stimmen von Menschen aus dem Globalen Süden verstärkt direkt oder indirekt in die Debatte einzubeziehen, um ihre Perspektive auf die Entwicklungszusammenarbeit sichtbar und für die weitere Entwicklung nutzbar zu machen.

In 2021 fanden folgende Diskussionen statt, die auf Youtube nachzuverfolgen sind:

  • Partners in climate? — Die Rolle afrikanischer Energiepartnerschaften im Europäischen Green Deal
  • Spielball oder Sprungbrett – Digitalisierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in Subsahara-Afrika
  • Des Kaisers faire Kleider – mit Siegeln und Sorgfaltspflicht zu mehr Nachhaltigkeit?

Partners in climate? — Die Rolle afrikanischer Energiepartnerschaften im Europäischen Green Deal

Spielball oder Sprungbrett – Digitalisierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in Subsahara-Afrika

Des Kaisers faire Kleider - mit Siegeln und Sorgfaltspflicht zu mehr Nachhaltigkeit?

Publikationen

Frei, fair und lebendig – die Macht der Commons

Der Wunsch nach einer gerechten Welt ist kein utopischer Traum. Das zeigen die beiden Commons-Experten Silke Helfrich und David Bollier in ihrem neuen Buch. Sie legen überkommene ökonomische Denkmuster frei und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein sorgsames Wirtschaften ohne Wettbewerb und Profitstreben. 

Commons - Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat

Die nicht enden wollende globale Finanzkrise zeigt: Markt und Staat haben versagt. Commons, die Idee der gemeinschaftlichen Verantwortung für Gemeingüter, erleben eine Renaissance. Die Autor/innen stellen ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt.

Wirtschaft ist Care

Ausgerechnet diejenigen Maßnahmen zur Bedürfnisbefriedigung, die immer noch von viel mehr Frauen als Männern gratis in so genannten Privatsphären geleistet werden, kommen in der Wirtschaftswissenschaft nicht vor. Ein Essay über die Folgen einer ungerechten Auslassung.

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Wohlstand ohne Wachstum – das Update

Die deutlich erweiterte Neuauflage von Tim Jacksons Wohlstand ohne Wachstum bietet eine aktuelle wie fundierte Analyse der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrisen und des ungebrochenen Strebens nach Wachstum.