Forum Neue Sicherheitspolitik

Collage der Autor/innen

Das Forum Neue Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung wurde im November 2019 gegründet und vereinigt grün-nahe Expert/innen der Außen- und Sicherheitspolitik, die das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

Ziel des Forums ist es den grünen und grün-nahen sicherheitspolitischen Nachwuchs zu fördern, und mid-career Expert/innen in Regierungsinstitutionen, Think Tanks, Forschungsinstituten und Parlament zu stärken und zu vernetzen.

Die Vernetzung und Förderung dient dabei dem doppelten Zweck, sowohl als Ideenwerkstatt als auch als tagespolitisches Reflexionsforum Impulse für die grüne sicherheitspolitische Debatte zu generieren. Die Notwendigkeit einer solchen vertieften Diskussion ergibt sich aus der Einsicht, dass sich die sicherheitspolitischen Koordinaten – entgegen der meisten Voraussagen – in den letzten zwei Jahrzehnten dramatisch verändert haben.

Zu den neuen geopolitischen Entwicklungen erfordert die digitale Revolution eine Neubewertung von Akteuren, Prozessen und Hypothesen der internationalen Politik, und dasselbe gilt für die aufstrebenden Paradigmen der feministischen Außenpolitik und der zivilen Krisenprävention. Das Forum Neue Sicherheitspolitik will diesen Trends Rechnung tragen und neue Ideen für eine grüne Sicherheitspolitik diskutieren.

Die Mitglieder des Forums interagieren als unabhängige Expert/innen ohne Zwang zum Konsens und ohne Anbindung an die Partei- oder (im Falle von Mitarbeiter/innen von Regierungsinstitutionen) an die Regierungslinie. Sie treffen sich mindestens zweimal im Jahr an der Heinrich-Böll-Stiftung zum gegenseitigen Austausch und zur Diskussion mit ausgewählten grünen Mitgliedern des Bundestages oder des Europaparlaments.

Das Forum Neue Sicherheitspolitik ist ein geschlossenes Expert/innennetzwerk mit gegenwärtig 28 Teilnehmer/innen. Die Mitgliedschaft ist auf drei Jahre begrenzt. Über die Mitwirkung am Forum entscheidet das Referat Außen- und Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung.

Milena Grünewald
Projektbearbeitung Außen- und Sicherheitspolitik

E milena.gruenewald@boell.de

Mitglieder des Forums Neue Sicherheitspolitik

Julia Berghofer

Julia Berghofer ist Policy Fellow bei European Leadership Network (ELN). Ihr Forschungsschwerpunkte sind nukleare Rüstungskontrolle und die Auswirkungen von neuen Technologien auf die nukleare Strategie der NATO. Zudem koordiniert sie bei ELN das Younger Generation Leaders Network (YGLN). Zuvor hat Julia als Forschungsassistentin an der Stiftung Wissenschaft und Politik und als Projektassistentin bei der Münchner Sicherheitskonferenz gearbeitet. Sie ist stellvertretende Vorsitzende von YGLN und Alumna des französischen Réseau Nucléaire et Stratégie - Nouvelle Génération.

Nina Bernarding

Nina Bernarding is the Co-Director of the Centre for Feminist Foreign Policy in Germany. Nina is a peace support professional, with experience in dialogue and mediation processes, including designing and supporting Track 1 and Track 1,5 dialogue processes, as well as natural resource management. Nina has a deep regional expertise in the Horn of Africa with a strong track record of strategic and collaborative initiatives involving a wide range of national and international political actors, including the African Union, the Intergovernmental Authority on Development, the United Nations and the German Federal Foreign Office.

Previously, Nina worked for the Berghof Foundation, Conciliation Resources, the United Nations Development Programme in Sudan, the United Nations Department of Peacekeeping Operations in New York City and the German Corporation for International Cooperation in Ethiopia.

Nina graduated from King’s College London with a Master in ‘Conflict, Security and Development’. She did her undergraduate studies in Heidelberg, Germany and Santiago de Chile, Chile. She is fluent in German and English and speaks Italian. Nina frequently speaks and publishes about feminist foreign and security policy, women’s rights and gender and peacebuilding.

Sophia Besch

Sophia arbeitet als Senior Research Fellow am Centre for European Reform (CER) einem unabhängigen, gemeinnützigen Thinktank mit Büros in Berlin, Brüssel und London. Sie ist außerdem Non Resident Senior Fellow am Atlantic Council.

Sophia publiziert und berät zur deutschen Verteidigungspolitik, zu den verteidigungspolitischen Initiativen der EU, zur europäischen Rüstungspolitik, zu den Auswirkungen des Brexit auf die europäische Verteidigungszusammenarbeit, sowie zur NATO. Für den CER hat sie außerdem den CER Podcast gegründet, und drei Jahre lang moderiert.

Vor ihrer Arbeit am CER war Sophia Carlo Schmid Fellow in der Policy Planning Unit der NATO. Sie hat Masterabschlüsse von der London School of Economics (LSE) und der Sciences Po Paris und war Stipendiatin der Studienstiftung. Parallel zu ihrer Tätigkeit am CER promoviert Sophia am King’s College London.

Sophia ist auf Twitter @SophiaBesch

Sarah Brockmeier

Sarah Brockmeier

Sarah ist Research Fellow am Global Public Policy Institute (GPPi), einem unabhängigen, gemeinnützigen Thinktank in Berlin. Ihre Schwerpunktthemen sind deutsche Außenpolitik, Krisenprävention, Stabilisierung und Friedensförderung sowie die Frage, wie mehr Bürger/innen in Debatten zu Außen-und Sicherheitspolitik einbezogen werden können. Seit 2016 ist sie Redakteurin des PeaceLab-Blogs, auf dem Expert/innen und Praktiker/innen aus Politik und Zivilgesellschaft Friedens- und Sicherheitspolitik debattieren. Sie produziert und moderiert in diesem Rahmen auch den Podcast „PeacebyPeace“. 

Sarah arbeitete und publizierte unter anderem zum Reformbedarf im Auswärtigen Amt, UN-Friedensmissionen, der Schutzverantwortung ("Responsibility to Protect"), zur deutschen Enthaltung im UN-Sicherheitsrat bezüglich der Militärintervention in Libyen 2011, zur deutschen Rolle während des Völkermords in Ruanda 1994 sowie in zahlreichen Kommentaren zur deutschen Außenpolitik, u.a. in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der WELT. 

Vor ihrer Tätigkeit bei GPPi studierte Sarah Brockmeier Internationale Beziehungen an der Jacobs University in Bremen, der Sciences Po Paris und an der Cambridge University und arbeitete zwei Jahre lang bei den Vereinten Nationen in New York. Sarah ist Mitglied im Fachbeirat Europa/Transatlantik der Heinrich-Böll-Stiftung.

Sarah ist auf Twitter @sarahbrockmeier

Felix Deist

Felix Deist arbeitet als Referent bei der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, die Analysen zur Arbeit der Vereinten Nationen bietet und die deutsche Politik berät. Daneben ist er seit vielen Jahren als Berater, Trainer und Moderator tätig.

Ob als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag (mit dem Schwerpunkt Außen- und Chinapolitik), als Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden & Internationales bei Bündnis 90/Die Grünen oder als Internationaler Sekretär im Bundesvorstand der Grünen Jugend: außenpolitische Positionen aktiv mitzugestalten ist ihm sowohl beruflich als auch im Ehrenamt stets ein wichtiges Anliegen.

Felix Deist hat in Bochum, Beijing und Shanghai Chinastudien mit Schwerpunkt Politik studiert.
Seine Schwerpunkte sind China, Vereinte Nationen, Klima und Sicherheit sowie neue Technologien (LAWS, Cyber etc.).

Payam Ghalehdar

Payam Ghalehdar ist promovierter Politikwissenschaftler und Fellow am Centre for International Security der Hertie School in Berlin. Er forscht zu Fragen der globalen Ordnung, Themen der deutschen, US-amerikanischen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik und den Beziehungen zwischen Iran und dem Westen. Seinen Doktorgrad der Politik- und Gesellschaftswissenschaften erlangte er am European University Institute. Vor seiner Tätigkeit an der Hertie School war er Lecturer der Internationalen Beziehungen an der University of Cambridge und Research Fellow am Belfer Center der Harvard Kennedy School.

Elisabeth Jenschke

Elisabeth Jenschke ist im Auswärtigen Amt in der Abteilung für Internationale Ordnung, Vereinte Nationen und Rüstungskontrolle im Referat für Biologische und Chemische Waffen tätig. Nach einem Studium der Nahost- und Migrationswissenschaften in Frankreich, dem Libanon, Italien und England hatte sie zunächst zur europäischen Migrationspolitik gearbeitet, unter anderem bei der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament und der Internationalen Organisation für Migration.

Juliane Kabus

Juliane Kabus ist Policy Advisor im Berliner Büro der Münchner Sicherheitskonferenz. Dort trägt sie unter anderem Analysen zum jährlichen Munich Security Report bei. Zuvor war sie unter anderem für das Auswärtige Amt tätig, wo sie maßgeblich an der Erstellung der Leitlinien der Bundesregierung „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ mitgewirkt hat. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat sie an der Universität Potsdam absolviert.

Florian Kommer

Florian Kommer ist persönlicher Referent des Vorstands der Heinrich-Böll-Stiftung Dr. Ellen Ueberschär. Zuvor war er Referent im Referat EU/Nordamerika und im Referat Nahost/Nordafrika der Heinrich-Böll-Stiftung. Er studierte Politik, VWL und Philosophie in Hamburg, Istanbul und Passau. Anschließend war er für die Europäische Kommission in Brüssel tätig. Während seines Studiums arbeitete er am Institute for European Integration, im Deutschen Bundestag und bei einer Tageszeitung. Seine Schwerpunkte liegen auf der Zukunft der EU und im Bereich europäische Außen- und Sicherheitspolitik.

Gerrit Kurtz

Gerrit Kurtz ist Research Fellow für Krisenprävention und Diplomatie in Afrika bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Krisenprävention, Reformprozesse in den Vereinten Nationen, UN-Friedenseinsätze, Übergangs- und Friedensprozesse am Horn von Afrika (Sudan/Südsudan) sowie Politik in Indien und Sri Lanka. Er hat am King’s College London in Friedens- und Konfliktforschung promoviert und in Berlin, Potsdam, Grenoble und Passau Internationale Beziehungen sowie VWL und öffentliches Recht studiert. Er ist Non-Resident Fellow am Global Public Policy Institute, wo er von 2012 bis 2015 als Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt zum Wandel von Normen zum Schutz von Bevölkerungen vor Massenverbrechen in einer sich verändernden Weltordnung gearbeitet hat. Als Gastwissenschaftler hat er Zeit in Oslo, Colombo, Juba und Neu-Delhi verbracht.

Sara Nanni

Sara Nanni, 32, hat Deutsch-Französische Sozialwissenschaften in Bordeaux und Stuttgart, später Friedens- und Konfliktforschung und Frankfurt am Main und Darmstadt studiert und arbeitet seit 2015 im wissenschaftlichen Umfeld. Noch im Studium sammelte sie Erfahrungen im Track-Two-Diplomacy-Projekt „Academic Peace Orchestra Middle East“ an der HSFK, später war sie im Wissenstransferprojekt zu „Salafismus in Deutschland“ – ebenfalls an der HSFK – tätig. An der RWTH forschte sie in einem Pilotprojekt zur digitalen Transformation von Waffensystemen und deren Verbreitung und seit 2018 arbeitet sie im Horizon 2020 Project „Dialogue about Radicalisation and Equality“ an der Hochschule Düsseldorf zu Radikalisierung und Nicht-Radikalisierung im Phänomenbereich Islamismus.

Sie war vier Jahre Sprecherin der BAG Frieden und Internationales von Bündnis 90/Die Grünen und hat in der außenpolitischen Impulsgruppe zum Grundsatzprogramm mitgearbeitet.

Henriette Rytz

Dr. Henriette Rytz ist außenpolitische Referentin von Cem Özdemir, Mitglied des Deutschen Bundestags. Davor war sie in der Forschung und Politikberatung an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin tätig, wo sie insbesondere zu den transatlantischen Beziehungen, der US-Innenpolitik und Fragen der Migration und Integration gearbeitet hat. Henriette Rytz hat längere Zeit in den USA gelebt und gearbeitet, u.a. im US-Repräsentantenhaus, beim American Institute of Contemporary German Studies und an der Yale University. Henriette Rytz hat an der Freien Universität Berlin in Politikwissenschaften promoviert und in Berlin, Potsdam, Barcelona und Osnabrück studiert. Als Vizevorsitzende von Humanity in Action Germany setzt sich dafür ein, das Demokratiebewusstsein und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung bei jungen Erwachsenen zu fördern.

Sophie Schäffer

Sophie Schäffer, 24, studiert Internationale Sicherheit und Internationale Beziehungen im Rahmen eines Doppeldiploms an Sciences Po Paris und am Department of War Studies des King’s College London. Ihren Bachelor in Politikwissenschaft schloss sie an der Freien Universität Berlin und Sciences Po Lyon ab. Seit Beginn ihres Studiums ist sie Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Praktische Erfahrungen sammelte sie in der Zentrale des Auswärtigen Amts, bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, dem Centre for Feminist Foreign Policy und am Goethe-Institut Bolivien. Sie interessiert sich besonders für europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, transatlantische Beziehungen sowie den Nexus von Sicherheit und Gender. Als gebürtige Südpfälzerin genießt Sophie gerne die schönen Seiten des Lebens - gutes Essen, schwerer Rotwein, zeitgenössische englischsprachige Literatur und die Musik von Britney Spears.

Juliana Wimmer

Juliana Wimmer

Juliana Wimmer ist Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Frieden und Internationales von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Bundestagsabgeordnete Katja Keul. Sie hat in Hamburg und Tel Aviv als Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung Jura studiert und als Referendarin Stationen in der Völkerrechtsabteilung des BMJV und im deutschen Generalkonsulat in Chicago absolviert. Außerdem arbeitete sie für Projekte am Center for Peace Mediation (CPM) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). Demnächst schließt sie einen Master of Public Policy an der Hertie School of Governance in Berlin ab.

Nicht alle Mitglieder sind auf dieser Seite aufgeführt.