Verleihung der Goethe-Medaille 2017: "Sprache als Schlüssel"

Bürgerrechtlerin, Schriftstellerin, Verlegerin: "Sprache als Schlüssel"

Die Verleihung der Goethe-Medaille 2017 steht unter dem Motto „Sprache ist der Schlüssel“. Mit den Preisträgerinnen Urvashi Butalia, Emily Nasrallah und Irina Scherbakowa werden drei Persönlichkeiten geehrt, die mutig Stellung beziehen zu Tabuthemen in ihren Gesellschaften – von Gewalt gegen Frauen bis zur Erinnerungspolitik. Urvashi Butalia und Irina Scherbakowa sind langjährige Partnerinnen der Heinrich-Böll-Stiftung.

Porträt: Urvashi Butalia
Porträt: Emily Nasrallah

„Ein Beweis, dass sich die Geschichte ändern kann“

Interview

Die russische Bürgerrechtlerin, Historikerin und Germanistin Irina Scherbakowa setzt sich seit Jahrzehnten für die Aufarbeitung der sowjetischen Repressionen ein. Am 28. August 2017 wird sie mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet.

Von Simone Brunner
Porträt: Irina Scherbakowa

Einmal im Jahr verleiht das Goethe-Institut die Goethe-Medaille als offizielles Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise um die Vermittlung der deutschen Sprache sowie den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Seit der ersten Verleihung 1955 sind insgesamt 344 Persönlichkeiten aus 65 Ländern geehrt worden. Zu den Preisträgern gehören unter anderen Daniel Barenboim, Pierre Bourdieu, David Cornwell alias John le Carré, Sir Ernst Gombrich, Lars Gustafsson, Ágnes Heller, Petros Markaris, Sir Karl Raimund Popper, Jorge Semprún, Robert Wilson, Neil MacGregor, Helen Wolff oder Juri Andruchowytsch.

I’m an optimist. We Indian women will not take a single step backwards. We are ready for change. Things will only move forwards.
Urvashi Butalia

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