Gesichter Polens (2017)

Gesichter Polens

Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Medienvielfalt, anders“-Programms kannten Polen nur aus den Medien. Als Land, dessen Regierung das Justizsystem reformieren, die Abtreibungsgesetze verschärfen und die Grenzen dicht machen will. Von denjenigen, die die Gesellschaft ausmachen, wird nur wenig berichtet.

Bei einer Studienreise nach Warschau stellten elf Stipendiatinnen und Stipendiaten fest, dass das Land viele Gesichter hat. Von ihnen handeln diese Geschichten. Die Porträts zeigen die politische und gesellschaftliche Spaltung im Land.

Urheber/in: Cem Bozdogan. All rights reserved.

Nächstenliebe! Aber mit Grenzen.

Anna träumt von einem Polen ohne Abtreibungen und Migranten bzw. Migrantinnen. Menschenrechte schreibt sie groß, solange diese Menschen polnischer Herkunft sind.

Von Anastasia Kourti

Die Hardlinerin

Sie ist eine der profiliertesten Kommentatorinnen Polens. Die deutsch-polnische Journalistin Aleksandra Rybińska möchte das Abendland vor dem Islam retten – und stolpert dabei über sich selbst.

Von Tomer Dreyfus

Polnischer Provokateur

Rafał Betlejewski ist Künstler und tut alles, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er schlüpft dafür sogar in die Rolle eines „ignoranten Antisemiten“.

Von Hoa Nguyen, Daniel Asadi
Einmal habe ich vor Leuten Salsa-Musik gespielt. Als ich dann anfing, auf Arabisch zu singen, sagten sie: ‚Spanisch ist so eine schöne Sprache’

Der Spanier aus dem Orient

Ein Syrer findet in Polen eine neue Heimat – ausgerechnet in dem Land, das Menschen wie ihn nicht aufnehmen möchte.

Von Cem Bozdogan

Sie wollte nicht leise sein

Die Juristin Agnieszka Grzelak bekam nach dem Regierungswechsel in Polen Drohnachrichten. Man wollte nicht, dass sie kritisch gegen die PiS ermittelt.

Von Egzona Hyseni

Die grüne Diplomatin

Ewa Sufin-Jaqcuemart ist Anfang 60. Nach Karrieren als Nachhaltigkeitsbeauftragte, Programmiererin, Managerin und Diplomatin in Luxemburg ist sie nun die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Strefa Zieleni.

Von Sarah Abou-Chleih

„Migrant/innen sind keine Flüchtlinge“

Myroslava Keryk ist die Leiterin des Ukrainischen Hauses in Warschau, das sich für die Interessen der größten Zuwanderergruppe in Polen einsetzt.

Von Alexander Sowa, Alexandra Perlowa

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten in Warschau — All rights reserved.