Konferenz-Dossier: Ukraine, Russland und die EU

Konferenz: Ukraine, Russland und die EU

Ein Jahr nach der Krim-Annexion analysierten und diskutierten Expertinnen und Experten aus Europa und den USA im Rahmen einer internationalen Konferenz am 2. März die Antwort Europas auf die russische Intervention in der Ukraine: Wie interpretieren wir diesen Konflikt? Was können wir tun, um die Ukraine auf ihrem schwierigen Weg nach Europa zu unterstützen, welche Optionen gibt es gegenüber Russland? Ebenso steht die innenpolitische Entwicklung der Ukraine ein Jahr nach der Flucht Janukowitschs aus Kiew im Fokus: Wie kommt die politische und wirtschaftliche Erneuerung voran – und welche Bedeutung hat der Erfolg der ukrainischen Reformbewegung für Europa und Russland. (Zwischen den Mitschnitten wechseln Sie durch einem Klick auf das Playlist-Menü oben links).

Kurzfilm

Beiträge

Konferenz-Bericht: Europa ein Jahr nach der Annexion der Krim

Anfang März diskutierten internationale Expertinnen und Experten in der Heinrich-Böll-Stiftung die Antwort Europas auf die russische Intervention in der Ukraine. In einem waren sich alle einig: Der EU fehlt eine langfristige Strategie.

Von Torsten Arndt

Manchmal ist Entweder-Oder der falsche Weg

Die Handelsbeziehungen der Staaten der ehemaligen Sowjetunion stecken zwischen zwei Systemen. Es gibt sowohl mit Russland, als auch der EU Handelsabkommen, die zu einer Reihe von Widersprüchen führen - und unterschätzten Problemen.

Von Heidi Hautala

Die europapolitischen Herausforderungen im Osten

Die Krise in der Ukraine mit all ihren Folgen kommt zu einer Zeit, da das europäische Projekt geschwächt ist und weltweit die Unsicherheit wächst. In der Folge muss sich die Östliche Nachbarschaftspolitik ändern.

Von Francisco de Borja Lasheras

Wie sich in Osteuropa Frieden schaffen lässt

Im Osten der Ukraine steht heute die Zukunft der Staaten Europas auf dem Spiel. Wird gegen die Krise in der Ukraine nicht wirksam gehandelt, kann sie für die Mitglieder der EU zur größten Bedrohung werden, die sie seit 1945 erlebt haben.

Von Michail Minakow

Die Anziehungskraft der Sowjetunion

Die Ukraine kämpft, um sich ihrer sowjetischen Vergangenheit zu entziehen. Soll ihr das gelingen, muss der Westen seine Haltung zu Russlands Nachbarn überdenken.

Von Switlana Salischtschuk

Frieden und Krieg

Rebecca Harms besuchte vom 16. bis zum 23. Februar 2015 erneut die Ukraine. Sie berichtet von den Folgen und der Wahrnehmung des Minsker Abkommens für die Ukrainer/innen.

Von Rebecca Harms

Audio-Mitschnitte

Fotos der Konferenz

Weitere Beiträge

Eine Reaktion auf die Reformen im postsowjetischen Raum

Russland hat genau verfolgt, wie sich die ehemaligen Sowjetrepubliken entwickelt haben. Der mögliche Erfolg eines europäischen Wegs in der Ukraine wäre zu einer großen Gefahr für das Regime geworden.

Von Jewgenij Gontmacher

Stimmen des Protests in Zeiten des Krieges

Ein erster Schritt zur Besserung der Lage in der Ukraine besteht darin, die Existenz der Gewalt voll und ganz zu benennen. Ein zweiter wäre die Erkenntnis, dass das Projekt eines Sozialstaates genauso wichtig ist wie ein Friedensplan.

Von Yevgenia Belorusets

Die Überlebensstrategie des Kreml: Vorwärts in die Vergangenheit

Das politische System Russlands erweist sich als erstaunlich überlebenfähig. Seit Beginn der 90er Jahren hat es sich mehrmals angepasst. Doch die Tatsache, dass sein Führer nun auf Krieg setzt, zeigt, dass es ihm an anderen Mitteln zur Selbsterhaltung fehlt.

Von Lilija Schewzowa

Ausstellung: Wankende Grenze - Zeitgenössische Kunst aus der Ukraine

Reader

Dossier

Entwicklungen in der Ukraine

Wie geht es weiter mit der Ukraine? In loser Folge berichten in unserem Online-Schwerpunkt Partner/innen der Heinrich-Böll-Stiftung aus und über die Ukraine. Wie sind Erfolge und Herausforderungen des  Reformprozesses im Land einzuschätzen? Und wie lässt sich der Konflikt im Donbass regulieren?

Weitere Artikel zum Thema

Osteuropa auf dem Weg zur Energiewende

Veranstaltungsbericht

Der weitgehende Umstieg auf erneuerbare Energieträger bis 2050 ist auch für die Ukraine und Belarus technisch möglich und ökonomisch sinnvoll. Zu diesem Schluss gelangen die Szenarien, deren Ergebnisse am 8. Dezember 2017 präsentiert wurden.

Von Robert Sperfeld

Identitäten und Erinnerungslandschaften

Veranstaltungsbericht

Das sowjetische Erbe ist in den Nachfolgestaaten der UdSSR nach wie vor lebendig. Es dient der Vergewisserung einer eigenen Identität – in positiver Aufnahme oder kritischer Abgrenzung zu dieser. Diese aufgespaltenen Erinnerungslandschaften waren Gegenstand einer Tagung.

Von Silvia Stöber

6. Europäisches Geschichtsforum: Das Epochenjahr 1917

Das Europäische Geschichtsforum 2017 fragt danach, wie an unterschiedlichen Orten Europas (mit Schwerpunkt auf Ost- und Südosteuropa) an das Epochenjahr 1917 erinnert wird. Aus den dominanten Narrativen können Schlussfolgerungen für die aktuelle Verfasstheit der Regionen gezogen werden.

Von Maria Ugoljew

Europas Rolle in der Welt

Die bisherigen außen- und sicherheitspolitischen Ansätze der westlichen Gemeinschaft haben wenig überzeugende Antworten auf jüngste Herausforderungen gebracht. Dies gilt in unterschiedlichem Maße sowohl für die Dimension der Finanz- und Schuldenkrisen als auch für die Zukunft der transatlantischen Allianz und die Umwälzungen in der arabischen Welt.

Darüber hinaus fordert die außenpolitische Neuorientierung der USA hin zum asiatisch-pazifischen Raum die Außenpolitik Europas dazu auf, mehr internationale Verantwortung zu übernehmen. Wir sollten verhindern, dass Europa wegen eines unzureichenden Gestaltungswillens in der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik zum Nachzügler der Neuen Weltordnung wird.

Veranstaltungen

Vorstellung der Studie mit anschließender Diskussionsrunde
Berlin
Die russische Zivilgesellschaft im Jahr 18 unter Putin
Berlin
Projektvorstellung: Vergessene Orte des „großen Terrors“ in Sibirien
Berlin
Preisverleihung und Filmvorführung
Berlin