Wahlen in Nigeria

Wahlen in Nigeria

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Am 14. Februar 2015 sollten in Nigeria Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Kurzfristig wurden diese jedoch aufgrund der dramatischen Sicherheitslage um sechs Wochen, auf den 28. März 2015, verschoben. Weder der Ausgang, noch ob die Wahlen fair ablaufen oder zu diesem späteren Zeitpunkt überhaupt stattfinden können, ist derzeit sicher. Anschläge der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram im Nordosten, Flucht und Vertreibung sind an der Tagesordnung. Die Zerrissenheit des Landes und die Frustration über die allesbeherrschende Korruption machen die Wahl zur spannungsgeladensten seit dem demokratischen Übergang 1999. Wir haben Stimmen und Impressionen aus Nigeria gesammelt, die das fehlende Vertrauen in die Politik sicht- und hörbar machen.

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Worum es geht

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Häufig wurden Wählerinnen und Wähler mit Säcken Reis oder leeren Versprechungen abgespeist. In diesem Wahlkampf kommt es trotz des Terrors von Boko Haram zu politischen Auseinandersetzungen – vor allem dank der Jugend. Ein Stimmungsbild aus der Hauptstadt Abuja.

Kurzsichtig

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Ende März wird in Nigeria gewählt. Täglich leidet die Bevölkerung der Millionenmetropole Lagos unter der Umweltverschmutzung und der Zerstörung der wichtigen Mangrovenwälder. Meeresökologe Ako Amadi plädiert für eine Aufnahme dieser Themen in die nigerianische Politik.

Business as usual

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Wirtschaftsjournalistin Chinwe Madubuike wirft aus der Perspektive der nigerianischen Geschäftswelt einen Blick auf die sich wandelnde politische Landschaft des Landes im Vorfeld der Wahlen im März 2015.

Korruption

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Bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Nigeria dominieren die Themen Korruption und die mangelnde öffentliche Sicherheit die politische Diskussion. Soji Apampa von Integrity entwickelt seit 1995 Instrumente gegen die Korrumpierbarkeit.

Interviews

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Am 28. März finden die um sechs Wochen verschobenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Nigeria statt. Im Interview erläutert Politikwissenschaftler Dr. Nkwachukwu Orji die Gründe der Verschiebung und einen möglichen Wahlausgang.

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In den von Boko-Haram kontrollierten Gebieten im Norden Nigerias scheinen Wahlen derzeit unmöglich. Wir sprachen mit der Menschenrechtlerin Mausi Segun über das Konfliktpotential im Land, die Versäumnisse der Wahlkommission und die Verantwortung der Parteien.

Frauen in die Politik: Engendering Leadership

Anhören!

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Archiv: Weitere Artikel zu Nigeria

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Die deutsche Afrikapolitik dreht sich nur um die Fluchtursachen in Westafrika. Aufgrund des Terrorkrieges von Boko Haram ist die Flüchtlingskrise aber weitaus größer. Mausi Segun, Leiterin von Human Rights Watch in Nigeria warnt vor einer weiteren Eskalation.

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Bei einer Podiumsdiskussion am 17. Juni 2015 diskutierten vier Gäste globale Strategien erfolgreicher Stadtentwicklung.

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Jährlich entstehen in Nigeria rund 1,1 Millionen Tonnen Elektroschrott – ein Großteil stammt aus Lagos. Die Folgen des Elektro-Recyclings für Menschen und Umwelt sind dramatisch.

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In Lagos fehlen fünf Millionen Wohnungen. Während die Regierung bei luxuriösen Bauvorhaben reges Engagement zeigt, entsteht für die ärmere Bevölkerung kaum bezahlbarer und adäquater Wohnraum.

Einführung

Für Pessimisten ist Afrika nach wie vor ein „verlorener Kontinent“ - eine Sichtweise, die durch Negativmeldungen über Armut oder anhaltende Konflikte berechtigt erscheint. Optimisten hingegen verweisen auf positive Entwicklungen, die Anlass zu der Hoffnung geben, dass sich zumindest in einigen Ländern die Lebenssituation für die Bevölkerung nachhaltig verbessert hat.

Kontakt

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Schwerpunkt

Nigeria wählte am 28. März, rund sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Ein Schwerpunkt rund um die spannungsgeladenste Wahl seit dem demokratischen Übergang 1999.

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Geld regiert das Klima - Sind Finanzinstrumente im Klimaschutz Chance oder Bürde für nachhaltige Entwicklung?
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Braucht Afrika einen Marshallplan? Chancen, Risiken und Herausforderungen einer Partnerschaft im Wandel
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„Smart New World“ - Digitalisierung als Utopie oder reale Möglichkeit für ländliche Entwicklung?
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