Seasons of Change - Klima, Energie- und Ressourcenpolitik in der MENA Region

Dossier: Seasons of Change

Grid image Foto: Sijundai / Hossam el-Hamalawy / Green Prophet1 Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Klima-, Energie- und Ressourcenpolitik in der MENA-Region

Inmitten turbulenter Zeiten im Nahen Osten und Nordafrika war die Regierung von Katar Gastgeberin der 18. UN-Klimakonferenz, die vom 26. November bis 7. Dezember 2012 in Doha stattgefunden hat. Dieses dreisprachige Webdossier präsentiert im Kontext der Konferenz Analysen und Perspektiven verschiedener internationaler und regionaler Expertinnen und Experten zu den Zusammenhängen von Klimawandel, Ressourcen- und Energiepolitik sowie politischen und sozialen Umbrüchen.  

Videos: Interviews mit Klimaaktivist/innen

Klimapolitik

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Angesichts Qatars politischer Rolle in Vermittlungsprozessen in der Region, seinem Mitmischen in Ländern des „arabischen Frühlings“ sowie der Bedrohung des Gastgeberlandes der COP 18 durch den Klimawandel stellt sich die Frage: Kann Qatar nicht nur politisch, sondern auch ökologisch eine progressive Kraft in der Region werden?
von
Israel exportiert erfolgreich Solartechnologie, setzt daheim aber kaum auf erneuerbare Energien. Der Klimawandel ist kein großes Thema. Doch gerade in einem Land mit großen Wüstenflächen, Wasserknappheit und immer mehr Klimaflüchtlingen ist es höchste Zeit, den Rückstand im Klima- und Umweltschutz endlich aufzuholen. 
 

Katar und der Klimagipfel

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Es war schon eine Kunst, die ohnehin sehr geringen Erwartungen an den Klimagipfel in Doha mit dem mageren Ergebnis auch noch zu unterbieten. Ein Scheitern und Versagen nennen es viele Nichtregierungsorganisationen, als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnen es die EU und Deutschland.  Eine Auswertung der Ergebnisse des Klimagipfels.

Angesichts der Wirtschaftskrise und der Notwendigkeit, Armut global zu bekämpfen, müssen die teilnehmenden Staaten die Möglichkeiten der UN-Klimakonferenz bis an ihre Grenzen auszureizen. Trotz niedriger Erwartungen muss das Ziel weiter lauten, eine Einigung über verbindliche Regeln zur Senkung der CO2-Emissionen zu erzielen. Ein Gastbeitrag von Hans JH Verolme, Climate Advisers Network.

 

von
Katar vollführt derzeit einen politischen Balanceakt zwischen Orient und Okzident, zwischen politischem Mittler und Sponsor aufständischer Gruppen in einigen Ländern des "Arabischen Frühlings". Die Ausrichtung des diesjährigen Klimagipfels von Katar steht wiederum im Spannungsverhältnis zum exorbitanten Rohstoffverbrauch des Landes, das der größte CO2-pro-Kopf Emittent weltweit ist.
katar imagepflege
von

Ambivalente Strategien: Was Doha mit der Ausrichtung eines Klimagipfels bezweckt, was es bedeutet, wenn ein autoritärer Staat ausländische NGOs und damit die freie Meinungsäußerung einlädt und welche Rolle die COP 18 bei Katars Bewerbung um die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft spielen könnte.

Energie und Ressourcen in MENA

von
Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Menschen der arabischen Welt in Städten, im Jahr 2050 werden es drei Viertel sein. Die Städte der Region müssen sich an den Klimawandel anpassen, um Hitze, Sturzfluten und Überschwemmungen in den Griff zu kriegen.
von
Das demokratische Erwachen in der MENA-Region ist ins Stocken geraten. Das Risiko politischer und wirtschaftlicher Instabilität ist hoch. Deshalb müssen Investitionen in nachhaltige Entwicklung setzen, um die Region auf dem Weg in eine CO2-arme und resiliente Zukunft zu unterstützen.
von
Die MENA-Region ist wegen ihrer langen Küstenlinie, der hohen Aridität und knapper Wasserressourcen besonders durch den Klimawandel gefährtet. Die Zahl von Dürren und Überschwemmungen wird steigen. Doch bisher fehlt es an Bemühungen, den Auswirkungen des Klimawandels und der weiteren Verknappung von Wasser zu begegnen.

Publikationen

Cover Perspectives Middle East Issue 4

Vor dem Hintergrund der 18. UN-Klimakonferenz in Doha, der Hauptstadt von Katar, befasst sich diese Ausgabe unseres englischen "Perspectives"-Magazins mit der politischen und sozialen Situation im Gastgeberland. Beleuchtet wird außerdem der Einfluss des Emirats im Nahen Osten und Nordafrika.

von
Überall entstehen riesige Wind- und Solarparks. Das ist gut für das Klima, doch Kleinbauern und Arme werden weltweit zum Spielball harter Geschäftsinteressen. Zunehmend wird die „Grüne Ökonomie“ zum Kampfplatz politischer Auseinandersetzungen.
cover kritik der gruenen oekonomie

Schriften zur Ökologie 22: Seit der ersten UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio haben sich alle wichtigen ökologischen Trends verschlechtert. Politik und Wirtschaft lassen sich bis heute bei ihren Entscheidungen kaum durch Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder Ressourcenknappheit beeinflussen. Dieser Essay skizziert eine Politik des Weniger, einen Wohlstand mit Maß, damit die Ressourcen und die Atmosphäre für alle Menschen auf der Erde reichen und ein Leben in Würde und ohne Not möglich machen.

Node is lost
Die natürlichen Ressourcen sind wieder auf der Tagesordnung. Die englischsprachige Publikation betont mit dem Zusammenwirken von Knappheiten kritischer Ressourcen eine neue Dimension der internationalen Beziehungen und plädiert für neue Ansätze im Rahmen einer internationalen Ressourcenpolitik. 
Die Verteilungskämpfe über die Nutzung der knapper werdenden natürlichen Ressourcen der Erde sind in vollem Gange. Gegen Machtungleichgewichte, Regulierungs- und Demokratiedefizite, blinde Technologiegläubigkeit und Konzernmacht bedarf es einer alternativen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Ressourcenpolitik.
cover prinzipien

Schriften zur Ökologie 13: Diese Publikation beschreibt die Regeln, Normen und Prinzipien, die die Mobilisierung, Verwaltung und Governance von solchen Mitteln zum Klimaschutz ermöglichen. Eine Reihe sogenannter Compliance-Checks nennt praktische Umsetzungsschritte.

Die Produktion von konventionell gefördertem Erdöl nimmt rapide ab. Daher investiert die globale Ölindustrie in großem Umfang in schmutzigere und riskantere Formen der unkonventionellen Ölförderung. „Marginal Oil – What is driving oil companies dirtier and deeper?” benennt die Akteure hinter diesen Investitionen und gibt einen Überblick über bestehende und potentielle Projekte weltweit.

Klima

Wenn wir den Klimawandel in erträglichen Grenzen halten wollen, ist es höchste Zeit zu handeln. Wir haben Klimapolitik zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit gemacht. Wir setzen uns ein für ein globales Klimaabkommen unter dem Dach der Vereinten Nationen. Wir wollen diejenigen zur Kasse bitten, die mit ihrem Geschäftsmodell den Klimawandel anfeuern. Und wir fördern die Alternativen: die grüne Energierevolution, eine umweltfreundliche Landwirtschaft, nachhaltige Stadtentwicklung. Die Klimawende ist machbar!

Fundsachen und weitere kritische Perspektiven finden Sie auf unserem Blog Klima der Gerechtigkeit.

Veranstaltungen

Jul 30
Vorträge zum Thema Saatgut und Politik
Berlin
Sep 15
Lokalregierungen und Zivilgesellschaft in der globalen nachhaltigen Stadtentwicklung
Berlin
Sep 16
Lokalregierungen und Zivilgesellschaft in der globalen nachhaltigen Stadtentwicklung
Berlin
Sep 19
Buchvorstellung und Diskussion
Berlin

Projekt

Zur Website

Mit dem Projekt wollen wir die internationale Klimafinanzierung der deutschen Bundesregierung in ihren verschiedenen Facetten transparenter machen und sie kritisch beleuchten.