Flüchtlingspolitik in Bayern

Wie schaffen die das?

„Flüchtlingspolitik ist eine Funktion von Regierbarkeit. Die Macht verspricht dem Volk, es vor dem Fremden zu schützen. Aber in Wahrheit versucht die Macht, sich vor dem Volk zu schützen, das sich durch die Fremden verändern könnte“: So beschreibt Georg Seeßlen die bayerische Flüchtlingspolitik. In seiner Analyse stößt er auf noch mehr schrecklich viel Deutsches.

Essay

von

Georg Seeßlen über Bayerns Sonderrolle und wie die touristisch-einladende Inszenierung an der Oberfläche mit fundamentaler Exklusion des Fremden als Staatsräson zusammengehen. Ein Essay in drei Teilen.

Bericht

von

Deutschlands Asylpolitik wird immer grotesker. Die Verantwortlichen verstricken sich in ständig neue, hilflose Einfälle und orientierungslose Reglementierungen. Wie zum Beispiel in Bamberg.

Auf einen Blick

Wieviele Flüchtlinge hat Bayern 2015 aufgenommen? Was lief gut, was schlecht? Wieviele rassistische Angriffe gab es? Der Steckbrief mit den wichtigsten Zahlen und Themen des Jahres.

Die Länder spielen in der Flüchtlingspolitik eine zentrale Rolle: Wie lösen sie die Probleme von Aufnahme, Bleiberecht und Integration? Wie positionieren sie sich gegen Rassismus? Unser Dossier "Wie schaffen die das?" (zur Startseite) gibt Antworten - und zeigt den gesellschaftlichen Wandel, den die Aufnahme von Geflüchteten bereits angestoßen hat. Hier geht es zu den Länderseiten:

Wie schaffen das die Nachbarländer?

Der Kurs der grünen Landesregierung in Baden-Württemberg ist von bundesweiter Bedeutung. Die einen halten Winfried Kretschmanns Politik für mustergültig, andere kritisieren sein Votum, die Balkanstaaten zu "sicheren Herkunftsländern" zu erklären.

Öffentliche Zuspitzungen vermeiden: Hessens schwarz-grüne Koalition zieht in der Flüchtlingspolitik an einem Strang und versucht, auch die Kommunen und die Wirtschaft ins Boot zu holen.

Thüringen strebte eigentlich eine Vorreiterrolle in der bundesweiten Flüchtlingspolitik an. Doch die Proteste gegen Geflüchtete zeichnen ein ganz anderes Bild. Aus Thüringen berichtet Norbert Krause.

Sachsen – das ist mehr als Pegida. Aber klare Impulse aus der Landesregierung fehlen. Aus Dresden berichtet Michael Bartsch.