Flüchtlingspolitik in Bremen

Wie schaffen die das?

„Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit“ sagt die Bremer Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck. Dass der Idealismus der  „Willkommenskultur“ angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge, die im Sommer 2015 kamen, eine Kommune überfordern kann, zeigt der nähere Blick auf die verzweifelten Versuche, die dringlichsten Fragen für die Flüchtlinge zu klären: Wohnen, Lernen, Arbeit. Aus Bremen berichtet Klaus Wolschner.

Betreuen

Ein junger Flüchtling bei seiner Ankunft in Deutschland
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Bremen war offenbar in den ersten Monaten des Jahres 2015 unter jugendlichen Flüchtlingen eine Art Geheimtipp: Deutlich mehr als in vergleichbaren Städten klopften dort an die Türen der Erstaufnahme-Einrichtungen.

Anspruch und Wirklichkeit

Plakat mit der Aufschrift "Mein Wunsch: Hier in Deutschland bleiben (Isna)"
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Die rot-grüne Flüchtlingspolitik stößt auf Widerspruch an der Basis. Und es gibt erste Proteste von Geflüchteten. 

Deutsch lernen

Transparent mit der Aufschrift "Deutschkurs"
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Noch gelingt es, Flüchtlingskinder von Anfang in Regelklassen zu unterrichten. Dies liegt auch daran, dass der Anteil der schulpflichtigen Kinder derzeit klein ist.

Auf einen Blick

Wieviele Flüchtlinge hat Bremen 2015 aufgenommen? Was lief gut, was schlecht? Wieviele rassistische Angriffe gab es? Der Steckbrief mit den wichtigsten Zahlen und Themen des Jahres.

Arbeiten

Wartende Geflüchtete am Bahnhof in Tovarnik in Kroatien
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Flüchtlinge sollen schnell in Arbeit kommen. Aber der Behördenweg von der Ankunft eines Flüchtlings bis zu der Möglichkeit, einer qualifizierten Arbeit nachgehen zu dürfen, ist sehr lang.

Wohnen

Transparent  mit der Aufschrift "Leerstand zu Wohnraum"
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Kurz vor Weihnachten gab es in Bremen Entwarnung: Vorerst sollen keine weiteren Turnhallen zu Notunterkünften für Flüchtlinge umgebaut werden – einige sollen sogar wieder zurückgegeben werden.

Die Länder spielen in der Flüchtlingspolitik eine zentrale Rolle: Wie lösen sie die Probleme von Aufnahme, Bleiberecht und Integration? Wie positionieren sie sich gegen Rassismus? Unser Dossier "Wie schaffen die das?" (zur Startseite) gibt Antworten - und zeigt den gesellschaftlichen Wandel, den die Aufnahme von Geflüchteten bereits angestoßen hat. Hier geht es zu den Länderseiten:

Wie schaffen das die Nachbarländer?

Viele ländliche Regionen sind von Abwanderung bedroht. Sind Flüchtlinge darum willkommen? Schafft Niedersachsen es, eine auf schnelle Integration ausgerichtete Bleibepolitik zu organisieren?

Schleswig-Holstein gilt „traditionell“ als Land, das Spielräume im Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht zugunsten der Einwander/innen nutzt. Ist es dabei geblieben? Reinhard Pohl zieht Bilanz.

Schneller als anderswo treten in Mecklenburg-Vorpommern die Folgen des Bevölkerungsrückgangs zutage. Politiker/innen sehen in den Flüchtlingen eine Chance für die Wiederbelebung der ländlichen Räume. Aber was wollen die Flüchtlinge? Silke Hasselmann hat eine syrische Familie ein Jahr lang begleitet.

Öffentliche Zuspitzungen vermeiden: Hessens schwarz-grüne Koalition zieht in der Flüchtlingspolitik an einem Strang und versucht, auch die Kommunen und die Wirtschaft ins Boot zu holen.