Mit Blick auf das Atomabkommen hat die Internationale Atomenergiebehörde erneut bestätigt, dass Iran sich weiter an seine Verpflichtungen hält. Dennoch spitzt sich der Konflikt mit den USA zu. Bei der UN-Vollversammlung kam es letzte Woche zum verbalen Schlagabtausch. Gleichzeitig kündigte die EU die Gründung einer neuen Finanzinstitution an, um Transaktionen mit Iran trotz der US-Sanktionen zu sichern.
Die Wirtschaftssanktionen der USA sind erst vor wenigen Wochen in Kraft getreten, doch bereits jetzt sind die Folgen sichtbar. Der neue Iran-Report berichtet über den Rückzug mehrerer deutscher und europäischer Unternehmen aus dem Iran, von einer neuen Protestwelle und der Entlassung zweier Minister.
Nach dem Austritt der USA aus dem Atomabkommen sind nun die neuen Wirtschaftssanktionen in Kraft. Europa hält weiterhin am Abkommen fest. Dieser Report beleuchtet den Schlagabtausch zwischen Washington und Teheran, das ungewisse Schicksal der Regierung Rohani und den Rückzug mehrerer Unternehmen aus dem Iran.
Im Fokus dieser Ausgabe steht erneut die Zukunft des Atomabkommens und warum die Chancen auf dessen Erhalt schwinden. Die umstrittene Rolle des Iran in Syrien wird ausführlich besprochen, ebenso wie die Verlautbarung aus Teheran, für Gespräche bezüglich des Jemen-Krieges bereit zu sein.
Iran steht an einem Scheideweg. Nach dem Abschluss des Atomabkommens und der Aufhebung der Sanktionen erwartet das Volk einen wirtschaftlichen Aufschwung, die Öffnung nach außen und vor allem auch eine Liberalisierung der theokratischen Staatsordnung. Doch über den neuen Kurs, auch über die Rolle Irans in der Region, ist sich die Staatsführung nicht einig.
Diese Ausgabe berichtet unmittelbar vor Trumps Entscheidung über die Zukunft des Atomabkommens, über die jüngsten Entwicklungen in diesem Zusammenhang - u.a. wirtschaftliche Auswirkungen und Verschiebungen internationaler und regionaler Bündnisse.