Dossier: Flucht und Migration

Dossier: Flucht und Migration

Der Spanier aus dem Orient

Ein Syrer findet in Polen eine neue Heimat – ausgerechnet in dem Land, das Menschen wie ihn nicht aufnehmen möchte.

Von Cem Bozdoğan

In diesem Dossier begleiten wir die Debatte um eine neue Flüchtlingspolitik. Wir beschreiben Fluchtursachen, werfen einen Blick auf die Grenzen Europas, beleuchten die Willkommenskultur in Deutschland und die Erzählungen der Mediengesellschaft.

Im Logbuch der Sea-Watch begleiten wir die Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Und die Berliner Anthologie nähert sich dem Thema Flucht und Migration literarisch.

Hier können Sie die Beiträge des Dossiers als RSS-Feed abonnieren. (Teaser-Foto: Josh Zakary/CC-BY-NC)

E-Paper-Reihe

„Aus den Augen, aus dem Sinn“ – Flüchtlinge und Migranten an den Rändern Europas

Die E-Paper-Reihe „Aus den Augen, aus dem Sinn“ – Flüchtlinge und Migranten an den Rändern Europas analysiert die europäische Flüchtlingspolitik und wirft einen Blick auf die Staaten, die die Hauptlast des Krieges in Syrien schultern.

Grenzerfahrungen

Bis an die Zäune bewaffnet

Für eine sichere Zukunft sind Tausende auf der Flucht gestorben. Wer verfolgt mit dieser Militarisierung der Grenzen welche Interessen? Hintergründe zum Thema am Beispiel von USA/Mexiko und Frontex.

Von Stefanie Sifft, Kathrin Zeiske

Migration erzählen

Klar, einfach und widerspruchsfrei

Früher galten Flüchtlinge eher als Täter: als Asylbetrüger, Arbeitsplatzdiebe. Heute gelten sie eher als Opfer - und als solche müssen sie ihre Geschichten von der Flucht vereinfachen, bis es passt. Das gilt für das Erstgespräch beim Asylamt ebenso wie für einen Auftritt in der Mediengesellschaft.

Von Charlotte Wiedemann

Nur zwei Prozent aller Journalistinnen und Journalisten sind nicht bio-deutsch. Im Programm "Medienvielfalt, anders" unterstützen wir Studierende mit einer Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in den Journalismus. 10 neue Geschichten über das Fliehen und Ankommen sind jetzt im Blog nachzulesen:

Flüchtlingspolitik in Deutschland

Sommer der Solidarität?

Nachdem wochenlang der Hass in Orten wie Freital und Heidenau die Öffentlichkeit beschäftigte, dominierte in den Medien jetzt das Bild der weltoffenen Bundesrepublik. Doch die neue „Willkommenskultur“ und ihre mediale Repräsentation bergen auch Gefahren.

Von Carolin Wiedemann

In Deutschlands Wartezimmer

450.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet. Doch wie wird entschieden, wer Asyl bekommt – und wer nicht? Ein Besuch in der Berliner Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Von Swantje Unterberg

Asylpolitik: Die einladenden und die abweisenden Botschaften

Die Bundesregierung hat das Bleiberecht und die Aufenthaltsbestimmungen neu geregelt. Erleichterungen bringt das nur einem kleinen Teil von Geflüchteten und Migrant/innen. Für die meisten bedeutet das neue Gesetz Aufenthaltsverbote, Einreisesperren und Abschiebehaft.

Von Carolin Wiedemann

Fluchtursachen

Bis zu einer Million Vertriebene aus Syrien, Somalia, oder Eritrea sitzen derzeit im zerfallenden Staat Libyen fest. Dort werden sie ausgeraubt, entführt und gefoltert. Am 5. Oktober 2015 berichteten Magdalena Mughrabi-Talhami (Amnesty International, London) und Mirco Keilberth, (freier Journalist, Tunis/Tripolis) von der Lage vor Ort, moderiert von Ines Kappert (Leitung Gunda-Werner-Institut).

Flucht auf dem Seeweg: Südostasien 2015

Flüchtlinge in Südostasien leben in rechtlichen Grauzonen. Schikane, Festnahme und Inhaftierung sind an der Tagesordnung. Besonders betroffen sind Rohingya-Flüchtlinge, sie wurden von den internationalen Medien vergessen.

Von Julia Mayerhofer, Lilianne Fan

Gedichte & Erzählungen

Berliner Anthologie: Woher ich nicht zurückkehren werde

Mit welchen Worten und Bildern kann das Schicksal der Geflüchteten, die Handlungsunfähigkeit der Politik und die Dringlichkeit vor unserer Haustür ans Licht gebracht werden? Wir haben zusammen mit dem "Internationalen Literaturfestival Berlin" Autor/innen dazu aufgerufen, sich mit dem Thema Flucht und Asyl literarisch auseinanderzusetzen.

Umarmungen

Sie weiß nicht viel von ihrem Untermieter. Er ist leise und ordentlich. Er spricht gut deutsch und seine Frau ist tot. Ein Beitrag aus der "Berliner Anthologie" zum Internationalen Literaturfestival.

Von Keto von Waberer

Charité

Malika und Fatima warten auf mich beim Eingang in die Frauenklinik der Charité. Die Frauen sind sehr still, ich versuche eine Unterhaltung anzufangen. Ich frage die beiden, wie sie in Tschetschenien gelebt haben... Ein Beitrag aus der "Berliner Anthologie".

Von Marina Naprushkina

Helden

Sie entscheiden sich für den Frieden. Die wahren Helden unserer Welt flüchten lieber, als ihren Söhnen automatische Gewehre in die Hand zu drücken. Ein Gedicht aus der "Berliner Anthologie".

Von Birgitta Jónsdóttir

Europa und seine Flüchtlinge

Lange war Schweden ein verschlossenes Land. Mit der Aufnahme dänischer Juden und von 30.000 Überlebenden der nazistischen Konzentrationslager hat sich sich das Land verändert. Europa kann das heute auch.

Von Göran Rosenberg

Seawatch

Logbuch Mittelmeer

Dossier

Im Jahr 2015 starteten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wie die Sea-Watch mit der Seenotrettung. In unserem Logbuch berichtete der Schiffsarzt Frank Dörner von den ersten Einsätzen des Rettungsschiffs vor der libyschen Küste.

Alle Logbucheinträge

Publikationen

Dahin, wo der Pfeffer wächst

Die einseitige Ausrichtung auf eine Erhöhung der Zahl von Abschiebungen und „freiwilligen Rückkehrern“ in der deutschen Migrationspolitik, verstellt den Blick auf die Realität und mögliche Alternativen. Die Beiträge in diesem Band beleuchten die zahlreichen Probleme und Schwierigkeiten, mit denen Rückkehrer konfrontiert sind.

Ein funktionierendes Asylverfahrenssystem schafft Vertrauen

E-Paper

Der Bearbeitungsstau bei den Asylverfahren hat sich inzwischen vom BAMF zu den Verwaltungsgerichten verlagert. Die Folgen sind gravierende Defizite, Verzögerungen bei der Integration und Vertrauensverluste. Es liegt nahe, nach besserer Praxis in Nachbarländern zu suchen. Dietrich Tränhardt findet sie in der Schweiz.

Mal ehrlich! Flucht und Asyl in Sachsen

pdf

Die öffentlichen Diskussionen über Geflüchtete sind oft gekennzeichnet von Unkenntnis, Vorurteilen und Ressentiments. In dieser Broschüre finden Sie Fakten zum deutschen Asylsystem, zu den Lebensbedingungen Asylsuchender in Sachsen sowie zu Möglichkeiten, sich für ein menschenwürdiges Asyl zu engagieren.

Mehr Publikationen zum Thema

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Während der Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August erwartet Rio de Janeiro eine halbe Million Besucher/innen. Auf den ersten Blick ein Gewinn für die Stadt. Doch es scheint sich fortzusetzen, was mit der WM 2014 begann: Rio de Janeiro ist einmal mehr Spielfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen.

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Wir zeigen und analysieren, wie es international um die Demokratie und die Möglichkeiten der Demokratieförderung bestellt ist. Zugleich geben wir einen Einblick in die internationale demokratiepolitische Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Konkrete Fallbeispiele und regionale Analysen geben Einblicke in unser Engagement.

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Literarische Reportage

Unterstützt durch die Heinrich-Böll-Stiftung nahm Khalid Khalifa am 17. Internationalen Literaturfestival Berlin teil, das vom 6. bis 16. September 2017 stattfand. In seiner literarischen Reportage erzählt er vom Bleiben in Syrien.

Von Khaled Khalifa

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Vom 2. bis zum 6. November 2016 fanden die 10. Deutsch-Israelischen Literaturtage statt, kuratiert und organisiert von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Goethe-Institut. Unter dem Titel „Im Neuland“ lasen und diskutierten Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Israel, Deutschland und Österreich vor vollen Sälen.

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