Lateinamerika

Tor im Maracanã Stadion in Rio de Janero
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Game Over. Das war Olympia: Sexistische Berichterstattung, Burkini und Bikini, Zwangsouting. Aber vor allem ein Fest der randigsten Randsportarten und ihrer Fans. Ein queer-feministischer Rückblick. 

Rios Bürgermeister Eduardo Paes weiht die neue Straßenbahn im Zentrum der Stadt ein.
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Mehr urbane Mobilität für alle! Rios Bevölkerung hoffte auf viel. Doch schon kurz vor den Olympischen Spielen war klar: die bisher fertiggestellten Projekte nutzen ihr kaum.

Während der Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August erwartet Rio de Janeiro eine halbe Million Besucher/innen. Auf den ersten Blick ein Gewinn für die Stadt. Doch es scheint sich fortzusetzen, was mit der WM 2014 begann: Rio de Janeiro ist einmal mehr Spielfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen.

Dossier

Urheber/in: Rodrigo Soldon from Rio de Janeiro, Brazil. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Während der Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August erwartet Rio de Janeiro eine halbe Million Besucher/innen. Auf den ersten Blick ein Gewinn für die Stadt. Doch es scheint sich fortzusetzen, was mit der WM 2014 begann: Rio de Janeiro ist einmal mehr Spielfeld politischer und wirtschaftlicher Interessen.

Gender

Nur in Ruanda und Skandinavien sitzen mehr Frauen in Parlamenten als in Lateinamerika. Gleichzeitig ist der Anteil von Frauen in Armut gestiegen. Die Heinrich-Böll-Stiftung geht mit diesem Schwerpunkt Geschlechterthemen auf den Grund.

Geschlechterdemokratie: In Chile arbeitet das Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung vor allem mit feministischen Frauenorganisationen zusammen.

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Seit 1989 ist Abtreibung in Chile ausnahmslos verboten. Jetzt hat die Regierung eine Gesetzesinitiative gestartet, um den Schwangerschaftsabbruch zu entkriminalisieren. Ein Interview mit Carolina Carrera von der feministischen Nichtregierungsorganisation Corporación Humanas über die Abtreibungsdebatte und die Situation der betroffenen Frauen.

Demokratie

Die Demonstrierenden fragen sich: Olympia für wen?
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Mit Olympia werden Rios Stadtgrenzen verschoben: Statt sich für das Wohl der Bevölkerung einzusetzen, bereitet die Stadtverwaltung Immobilienspekulationen den Weg.

Porto Maravilha mit dem Museum
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Wer heute Rio de Janeiros Hafengegend besucht, wird staunen: neue Kultureinrichtungen wie Museen, neu gepflasterte und beleuchtete Straßen und Plätze, Fahrradwege, eine neue Straßenbahn. Allerdings wirft die Aufwertung der lange vernachlässigten Gegend auch große Schatten.

Eine Protestaktion gegen die Olympischen Spiele in Rio 2016.
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In ihrem Vorwort zum Dossier zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro geht Barbara Unmüßig auf Brasiliens derzeitige wirtschaftliche wie politische Krise ein und hinterfragt, ob die Verantwortlichen aus den Fehlern bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 gelernt haben.

Ökologie

Guanabara-Bucht: Nicht nur die Sportlerinnen und Sportler, auch die lokale Bevölkerung ist von der Verunreinigung der Bucht betroffen.
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Dank kleiner Säuberungsmaßnahmen werden die Olympischen Segelwettbewerbe in der Guanabara-Bucht wohl nicht durch Plastikmüll im Wasser gestört. Warum eine langfristige Sanierung der Bucht aber auch nach Olympia nötig ist, erklärt Emanuel Alencar.

Protestplakat „Umweltverbrechen“
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Golf wird nach 112 Jahren wieder zur Disziplin bei den Olympischen Spielen 2016. Ein Investor baut den passenden Golfplatz an der Küste von Rio de Janeiro - leider mitten in einem Naturschutzgebiet.

Quechua-Bäuerinnen im südperuanischen Hochland
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„Ackerbunt“ erzählt die Erfolgsgeschichte der Quechua-Bauern im südperuanischen Hochland, die ihre alten Landwirtschaftstraditionen wiederbelebt haben als multimediale Dokumentation.

Internationale Beziehungen

Protest während der WM: Demonstrierende und Polizei in Belo Horizonte
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Man kann Spitzensport lieben und trotzdem kritisch sein gegenüber heutigen Megaevents. Vielleicht muss man es sogar sein. Die brasilianische Erfahrung mit der WM 2014 und Olympia 2016 zeigt, warum.

Frauen während der Olympischen Spiele 1928 in Amsterdam.
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Die Olympischen Spiele 2012 waren ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter: Es traten dort 4.675 Frauen an, was einem Anteil von 44,2 Prozent an den insgesamt 10.567 Olympiateilnehmenden entsprach.

Wir zeigen und analysieren, wie es international um die Demokratie und die Möglichkeiten der Demokratieförderung bestellt ist. Zugleich geben wir einen Einblick in die internationale demokratiepolitische Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung. Konkrete Fallbeispiele und regionale Analysen geben Einblicke in unser Engagement.

Dossiers

In unserem Dossier finden Sie die Dokumentation der Konferenz „Rohstoffausbeutung und die Zukunft der Demokratie in Lateinamerika“ sowie Texte und Interviews zum Thema Neo-Extraktivismus.

Massenproteste, Zwangsräumungen, Umweltzerstörung. Die teuerste WM aller Zeiten wird zu 80 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert – trotz andauernder Misere im öffentlichen Bildungs- Gesundheits- und Transportwesen. Das WM-Dossier beleuchtet die Probleme und fragt: Was bringt diese WM und wem nützt sie?

In Zeiten der Globalisierung ist die organisierte Kriminalität längst unverzichtbarer Bestandteil wirtschaftlicher Transaktionen. Geldwäsche, Korruption, Menschenhandel - das organisierte Verbrechen gefährdet die Legitimität des Staates und stellt, je nach Weltregion, eine schleichende oder auch offene Bedrohung demokratischer Strukturen dar. Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt Sie ein, diese Problematik öffentlich zu diskutieren.

Publikationen

Wenn Sicherheit zur Ware wird

Lukrativ sind Megaevents vor allem für die private Sicherheitsindustrie. Auch in Brasilien geht sie eine fragwürdige Partnerschaft mit dem Staat ein, der für Olympia nicht nur teure Überwachungstechnologien und Waffen einkauft, sondern sogar Polizei und Militär umorganisiert.

Cover: Perspectives Lateinamerika - Eine Frage des Geschlechts

Lateinamerika hat in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit viel erreicht. Doch Benachteiligung und Ungleichheit zwischen den Geschlechtern sind noch lange nicht beseitigt. Hinzu kommen neue Problembereiche wie Frauenhandel und Organisierte Kriminalität. In der zweiten Ausgabe der perspectivas Lateinamerika lassen wir Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Regionen zu Wort kommen.

Private Spiele? Die öffentlichen Kosten, die das Olympia-Budget verschweigt

Die Olympischen Spiele verschlingen mehr öffentliche Gelder als im offiziellen Budget ersichtlich ist. Eine Analyse von Julia Bustamante und Caio Lima vom Instituto Políticas Alternativas para o Cone Sul (PACS).

Alle Publikationen zu Lateinamerika

Einführung

Die Arbeit der Stiftung in Lateinamerika setzt an regionalen Herausforderungen wie ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit an. Ziel ist es, einen wichtigen und wirksamen Beitrag zur Konsolidierung demokratischer und nachhaltiger Gesellschaften zu leisten. 

Kontakt

Kontakt zu unserem Lateinamerika-Team und zu unseren Auslandsbüros.

Veranstaltungen

Sep 15
Lokalregierungen und Zivilgesellschaft in der globalen nachhaltigen Stadtentwicklung
Berlin
Sep 16
Lokalregierungen und Zivilgesellschaft in der globalen nachhaltigen Stadtentwicklung
Berlin

Newsletter: Lateinamerika-Post

Lateinamerika-Post ist ein unregelmäßig erscheinender deutschsprachiger Newsletter zu Themen und Veranstaltungen rund um Lateinamerika.

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Publikation

Lateinamerika hat beachtliche Fortschritte in punkto Geschlechtergerechtigkeit gemacht. Andere Zahlen zeigen jedoch, wie schwierig es ist, eine Gesellschaft zu verändern, die noch immer patriarchal, sexistisch und rassistisch geprägt ist. Das Factsheet nimmt die Lebenssituation der Frauen in den Fokus.

Video: was ist eigentlich Neo-Extraktivismus?