100 Jahre Heinrich Böll

100 Jahre Heinrich Böll

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben: Böll legte sich mit der politischen Linken wie der Rechten an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit der Presse. Er setzte sich für Flüchtlinge aus Vietnam ein und für Dissidenten in Osteuropa. Er war Humanist, aber kein Moralist, und überzeugt, dass "Sprache, Liebe, Gebundenheit den Menschen zum Menschen machen".

An sein Engagement und sein Werk will die Stiftung, die seinen Namen trägt, in den kommenden Monaten erinnern. Es wird sich zeigen: ein Künstler und Intellektueller, der aktueller ist, als mancher glauben mag.

Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll

Mär 14
Vortrag von Axel Schildt mit anschließender Diskussion
Berlin
Mär 28
Film & Gespräch mit René Böll
Greifswald

"Vielen Dank für Ihre Verbindung von Poesie und Politik." Regisseur Thomas Jonigk zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll.

Heinrich Böll - Leben und Werk

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Woran sollten wir uns am 100. Geburtstag von Heinrich Böll erinnern? Unter anderem an sein Ziel: das öffentliche Bewusstsein der Bundesrepublik Deutschland zu verändern.

Heinrich Böll war einer der bedeutendsten Schriftsteller der Nachkriegszeit. Wir erinnern in einer Chronik mit Bildern und Zeitdokumenten an seine Lebensabschnitte, Schriften und Interventionen.

Heinrich Böll und Osteuropa

Ein Schriftsteller zu sein und sich politisch zu engagieren - das gehörte für Heinrich Böll zusammen. Davon zeugen auch seine Freundschaften mit Dissidenten.

Andere über Heinrich Böll

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Eine mutige Stimme, die furchtlos Tabus verletzt – wo hören wir sie heute noch? Die Schriftstellerin Christa Wolf über Heinrich Böll.

Als der kubanische Schriftsteller Amir Valle zum ersten Mal das Buch „Billard um halb zehn“ in die Hände bekam, dachte er noch: „Ach, wieder so ein Deutscher.“ Heute schmerzt es ihn, dass so viele Menschen Bölls Werk nicht kennen.

Es gab nur wenige Motive, auf die Heinrich Böll wirklich fixiert war: Züge, Bahnhöfe, der Krieg. Die größte Faszination aber hatten die Zigaretten. Warum? Die Antwort des nigerianischen Schriftstellers Toni Kan Onwordi.

"Wer heute seine politischen Essays, seine Reden, seine Zwischenrufe, ja seine Leserbriefe liest, dem stockt der Atem vor soviel Angriffslust, sprachlicher Zuspitzung, triefender Ironie." Die Dankesrede der Schriftstellerin Eva Menasse bei der Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln.

Ort der Zuflucht und der Arbeit

Weltweit vertreten Künstlerinnen und Künstler Positionen zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt dieses Engagement durch ihr Stipendienprogramm im Verein Heinrich-Böll-Haus Langenbroich e.V..